Pflege Sterbender Alter menschen

Betreuung sterbender älterer Menschen

Wie wirkt sich die Hydratation auf den Sterbenden aus? Diejenigen, die sich um alte und kranke Menschen kümmern, werden auch diejenigen begleiten, die am Ende ihres Lebens angekommen sind. Auch der Sterbeprozess, den jeder Mensch auf seine Weise durchführt, ist einzigartig. Das Sterben ist die Zeit des Übergangs vom Leben zum Tod.


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Was für Nahrungsmittel braucht der Mensch, der stirbt, wirklich?

Für ältere pflegebedürftige Menschen ist das bevorstehende Ende in der Regel durch einen Rückgang von Appetit und Verlangen spürbar. Verwandte und Pflegepersonal agieren hier oft verunsichert. Sie wollen ja nicht beschuldigt werden, Kranke zuhungern. Oftmals kommen Mediziner auch mit solchen Menschen in Kontakt, die nicht an einer Erkrankung erkrankt sind, für die die Medikamente ein bestimmtes Ende haben.

Oftmals werden also erst wenige Woche vor dem Tode Sondierungen gesetzt und immer wieder Aufgüsse verabreicht, ohne dass das Ziel eindeutig feststeht. Was mache ich, wenn ein alter Mensch nicht mehr isst und trinkt? Wodurch wird deutlich, dass dies der Anfang des Sterbens sein könnte?

Wie wirkt sich die Hydratation auf den Erblasser aus? Das waren die Fragestellungen auf unserem PflegeTreffen in Koeln im vergangenen Jahr, fuer das die Palliativärztin Dr. med. Ursula Beckers gewinnen konnte. Der Schwerpunkt liegt auf der Palliativmedizin für ältere Menschen, die nicht an Krebs erkrankt sind. Weil alle Beteiligten ihre eigenen Erlebnisse hatten, sei es mit Verwandten oder Bewohnern/Patienten, war der Erfahrungsaustausch sehr real.

Auf der anderen Seite gab es zwei gute Gründe, die zeigen, dass die Einstellung von Ärzten, Krankenschwestern und Verwandten besonders wichtig ist. Für diejenigen, die das Leben als Teil des Sterbens verstehen und es akzeptieren können, wenn es zu Ende geht, ergibt sich die Problematik der künstlichen Nahrung nicht. Auf der anderen Seite werden Verwandte oft unter Zwang gestellt, einer PEG-Sonde beizutreten.

Dr. Beckers Hinweis an dieser Stelle auf Untersuchungen und Erlebnisse, die belegen, dass es für den Sterbenden qualvoll ist, mehr Futter oder Flüssigkeiten zu bekommen, als der Organismus aufbereiten kann. Dehydrierung dagegen bewirkt eine wohltuende Müdigkeit, eine Dämmerung. Wie man sich einen natürlichen Tod vorstelle.

Wenn ein Sterbender jedoch noch über die Probe eine Infusion oder Nährstofflösung bekommt, kann man meist sehen, dass er sich selbst foltert. Die Tatsache, dass solche Krankheitsszenarien heute die Norm sind, liegt nicht zuletzt daran, dass es schwierig ist, das Todesdatum eindeutig zu bestimmen. Es fehlen allgemeingültige Maßstäbe für ältere Menschen, die an unterschiedlichen Erkrankungen und körperlichen Beeinträchtigungen erkrankt sind.

Oft werden diese erst im Endstadium als sterben erachtet.

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