Pflege von Angehörigen

Konzept für die häusliche Pflege

Durch die Pflege von Angehörigen daheim wird ein besonders sehnlicher Wunsch älterer Menschen wahr: den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen zu dürfen. Sicher, nicht alle stationären Pflegeeinrichtungen sind schlecht. Manchmal ist aus rein medizinischen Gründen die Übersiedlung in ein Pflegeheim unvermeidbar. Aber kaum ein Senior gibt gern sein Zuhause auf, und kein Kind schiebt seine Eltern gern in ein Heim ab. Mit einem vernünftigen Konzept lässt sich häusliche Pflege von alten, körperlich kranken oder dementen Menschen so organisieren, dass sie noch lange Zeit in vertrauter Umgebung verbringen dürfen, ohne auf eine kompetente Versorgung zu verzichten.

Grundpflege und Hauswirtschaft kostengünstig organisieren

Pflege zu Hause

Qualifizierte Tätigkeiten der Behandlungspflege darf man keinesfalls einem Amateur überlassen. Das ist erstens nicht erlaubt und zweitens auch nicht im Sinne des Patienten. Wundversorgung, Katheterwechsel, Insulinspritzen, ja selbst das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen sind Leistungen, die nur von Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Sie gehören zum Leistungskatalog der Krankenkasse, auch wenn es sich nur um eine vorübergehende Erkrankung handelt. Bei festgestellter dauerhafter Pflegebedürftigkeit können Sachleistungen bei der Pflegekasse abgerechnet werden. Eine Vielzahl von Tätigkeiten in der Pflege betreffen aber viel einfachere Vorgänge – das Aufstehen aus dem Bett, Waschen, Zähneputzen, Rasieren zum Beispiel. Auch für die Unterstützung beim Bewegen in der Wohnung oder, falls noch möglich, auf kleinen Spaziergängen braucht man kein Examen. Niemand käme auf die Idee, einen teuren Spezialisten für den Pflegebedürftigen zum Einkaufen zu schicken. Ohne Personal aus Osteuropa wäre die Pflege von Angehörigen zu Hause weder zu leisten noch zu finanzieren.

Pflege von Angehörigen
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Durch die Pflege von Angehörigen daheim wird ein besonders sehnlicher Wunsch älterer Menschen wahr: den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen zu dürfen.

Kein Weisungsrecht gegenüber Selbstständigen

Die finanziell attraktivste Möglichkeit ist die Beschäftigung einer selbstständigen Pflegekraft. Dazu wird kein Arbeitsvertrag, sondern ein Dienstleistungsvertrag geschlossen – so, wie Sie beispielsweise auch einen Handwerker beauftragen. Der Handwerker erhält den Auftrag, Ihre Heizung zu reparieren. Wie er das macht, bleibt ihm überlassen. Sie geben keine Weisungen, denn der Handwerker ist der Spezialist. Genau so ist das auch bei einer Pflegerin, deren Tätigkeit sie per Dienstleistungsvertrag einkaufen. Würden Sie ihr Weisungen erteilen, wäre sie nach dem Gesetz nur scheinselbstständig, und das kann böse Folgen haben – Sie müssen Sozialbeiträge nachzahlen und machen sich sogar strafbar.

Angestellte Pflegekräfte mit weniger rechtlichen Risiken

Juristisch klarer ist es, angestellte Pflegekräfte zu beschäftigen. Pflegebedürftige oder Angehörige müssen deswegen nicht selbst als Arbeitgeber auftreten. Einfacher und auch billiger ist es, wenn die Pflegerinnen bei Unternehmen in ihrer Heimat angestellt sind. Die Arbeitnehmer-Entsendung nach europäischem Recht macht es möglich, dass sie in einem deutschen Haushalt tätig sind. Der heimische Arbeitgeber legt dazu die sogenannte A1-Bescheinigung vor. Diese beweist, dass die Pflegerin in ihrer Heimat ordnungsgemäß angemeldet ist und die deutsche Sozialversicherung keine gesonderte Mitteilung benötigt. Vermittler in Deutschland sorgen für die Auswahl zuverlässiger Kräfte und die Abwicklung aller Formalitäten in deutscher Sprache. Eine Finanzierung ist über das Pflegegeld möglich.

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