Pflegedienst Daheim

Der Umzug ins Heim lässt sich verschieben

Wird ein Pflegedienst daheim sinnvoll geplant, können ältere Menschen oft noch sehr lange in der eigenen Wohnung bleiben – nicht selten bis ans Ende ihres Lebens. Dafür muss man nicht reich sein. Pflegevermittler beraten Betroffene und deren Angehörige über interessante Möglichkeiten, die Versorgung in den eigenen vier Wänden sicherzustellen.

Medizinische Versorgung geht auch zuhause

Pflege zu Hause

Nicht zu Unrecht graut es den meisten Senioren vor dem Altenheim. Selbst wenn Berichte über schlimme Zustände nur Einzelfälle beschreiben sollten – die Personalknappheit ist spürbar. Zudem bedeutet eine stationäre Pflegeeinrichtung den Verlust von Privatsphäre und selbstbestimmtem Alltag, was für die Menschen wohl am schwersten wiegt. Erfordert eine medizinische Behandlungspflege umfangreiche technische Einrichtungen, führt am Pflegeheim kein Weg vorbei. Ein Pflegebett kann man aber auch zu Hause aufstellen. Die erforderlichen Leistungen werden von ambulanten Pflegediensten erbracht, die qualifiziertes Personal stundenweise in den Haushalt schicken.

Pflegedienst für daheim
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Wird ein Pflegedienst daheim sinnvoll geplant, können ältere Menschen oft noch sehr lange in der eigenen Wohnung bleiben – nicht selten bis ans Ende ihres Lebens.

Wenn Senioren nicht mehr allein bleiben können

Darf ein Mensch gar nicht mehr allein gelassen werden, zum Beispiel wegen Demenz, sind zunächst die Angehörigen gefragt – vorausgesetzt, es gibt welche und sie sind auch vor Ort. Und selbst wenn, sie haben eigene Familien und ihren Beruf. Ein häufig gewählter Weg ist die Betreuung rund um die Uhr von „einer Polin“, mittlerweile Synonym für Pflegehilfen aus Osteuropa, die bereits heute zu Hunderttausenden im deutschen Arbeitsmarkt agieren. Obwohl die Entlohnung für unsere Verhältnisse niedrig ist, sind die Stellen in deutschen Haushalten für sie attraktiv. Sind sie abhängig beschäftigt, gilt nämlich für sie der komplette Arbeitsschutz in Deutschland. Dazu zählen insbesondere Mindestlohn, Höchstarbeitszeiten und ein Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz. Die Sozialversicherung erfolgt nach dem gängigen Entsendungs-Modell durch den Arbeitgeber in ihrer Heimat, was die Lohnnebenkosten reduziert.

-Stunden-Betreuung ist möglich

Wie funktioniert nun eine Vollzeitpflege, wenn doch das Arbeitszeitgesetz die tägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeit eng begrenzt? Der Begriff Vollzeitpflege ist irreführend, denn in Wahrheit ist der ausländische Pflegedienst daheim nicht während des ganzen Tages mit Pflege oder Hauswirtschaft beschäftigt. Abhängig vom Pflegegrad reicht für lange Tageszeiten und insbesondere während der Nachtruhe eine Notfallbereitschaft, die nicht als Arbeitszeit gilt. Werden Arbeit, Bereitschaft, Rufbereitschaft in der Nähe der Wohnung und Ruhezeiten sinnvoll abgewechselt, ist die dauernde Anwesenheit durchaus mit dem Arbeitszeitgesetz vereinbar. Das Modell setzt voraus, dass die Pflegekraft im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt. Dadurch entstehen Nebenkosten, sodass eine Vollzeitpflege monatlich ab knapp 2.000 Euro zu haben ist. Der Familienanschluss ist aber in keiner Weise ein Nachteil, denn er stärkt das wichtige Vertrauensverhältnis zwischen dem Senior und seiner Betreuerin.

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