Pflegedienst mit Herz

Private Pflege zuhause: eine Polin mit Familienanschluss

Wenn Pflegeleistungen nach Minuten bestimmt werden, bleibt der Pflegedienst mit Herz auf der Strecke. Zahnpflege fünf Minuten, Richten der Bekleidung zwei Minuten – ein paar nette Worte kommen in diesem Katalog nicht vor. Pflegende Angehörige sollten eigentlich in die Bresche springen, aber das Verhältnis zwischen ihnen und dem Gepflegten ist ebenfalls von Zeitnot bestimmt und oft auch nicht konfliktfrei.

Angehörige sind physisch und psychisch belastet

Pflege zu Hause

Wird ein Elternteil zum Pflegefall, sitzen Kinder oft zwischen allen Stühlen. Sie sind selbst nicht mehr die Jüngsten, aber noch nicht im Rentenalter. Arbeitsverdichtung im Beruf führt zu Stress, die eigenen Kinder sind möglicherweise noch nicht aus dem Haus. Natürlich will niemand seine Eltern vorschnell in ein Heim abschieben. Aber neben den Anforderungen aus Familie und Beruf noch Haushaltsführung und pflegerische Arbeiten bei den Eltern zu übernehmen, überfordert zeitlich und auch körperlich. Nicht ohne Grund treten Rückenleiden bei pflegenden Menschen signifikant häufiger auf als im Durchschnitt der Bevölkerung. Hinzu kommen psychische Belastungen durch den Stress und die Tatsache, einen nahestehenden Menschen altern oder leiden zu sehen. Das manifestiert sich in messbar häufigeren Depressionserkrankungen. Auf der anderen Seite steht der Gepflegte: Ist er geistig noch klar, ist ihm vollständig bewusst, dass er seiner Familie zur Last fällt, ohne es zu wollen, aber auch ohne etwas dagegen tun zu können und ohne Chance, seine „Schuld“ jemals zurückzuzahlen. Das Verhältnis ist gereizt, ein warmherziges Miteinander nicht nur aus Zeitgründen ausgeschlossen.

Pflegedienst mit Herz
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Wenn Pflegeleistungen nach Minuten bestimmt werden, bleibt der Pflegedienst mit Herz auf der Strecke.

Osteuropäisches Pflegepersonal lebt in der Familie

Haushalts- und Pflegehilfen aus Osteuropa, vor allem aus Polen, Bosnien Herzegowina und Kasachstan, entlasten die Angehörigen, ohne die Kompetenzen einer professionellen Pflege in Frage zu stellen. Während examinierte Pflegekräfte die medizinische Behandlungspflege übernehmen, sind sie der Pflegedienst mit Herz. Ist eine Vollzeitbetreuung erforderlich, wohnt die Pflegerin in der Familie des Pflegebedürftigen. Sie übernimmt dort nicht nur hauswirtschaftliche Arbeiten wie Putzen, Waschen, Einkaufen und Kochen. Vor allem die Grundpflege erfordert einfühlsames Verhalten gegenüber einem Menschen, der in höchst privaten Situationen wie Körperpflege und Toilettengang auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Pflegegeld zur freien Verfügung

Eine Vollzeitpflege aus Polen ist am einfachsten über eine Vermittlungsagentur zu buchen. Sie kennt den Markt, berät über Vertragsinhalte und zuverlässige Partner. Die Kosten starten bei Tagessätzen ab etwa 60 Euro. Das Pflegegeld, das je nach Pflegegrad gezahlt wird, steht dafür zur Verfügung. Es kann auch mit Sachleistungen, die ein ambulanter Pflegedienst abrechnet, kombiniert werden. Die Aufteilung erfolgt dabei prozentual, also zum Beispiel 80 % des Pflegegeldes und ergänzend 20 % des Höchstsatzes für Sachleistungen.

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