Pflegehilfe aus Polen

Die Polin als Synonym für Pflegeleistungen aus Osteuropa

Eine Pflegehilfe aus Polen oder anderen Ländern Osteuropas gehört in rund 200.000 deutschen Haushalten schon fast zur Familie. Sie lebt mit dem Pflegebedürftigen und eventuell auch seinen Angehörigen unter einem Dach und kann auf diese Weise stets zur Stelle sein, wenn ihre Unterstützung gebraucht wird. Dieses Modell sichert die Vereinbarkeit einer Vollzeitpflege mit gesetzlichen Höchstarbeitszeiten in Deutschland, bedeutet aber auch eine große Vertrautheit zwischen dem Gepflegten und seiner Pflegerin, die notgedrungen auch in intimen Situationen zur Stelle ist.

Behandlungspflege im Minutentakt

Pflege zu Hause

In einer alternden Gesellschaft wird Pflege zum knappen – und deshalb auch teuren – Gut. Ambulante Pflegedienste hetzen von einem Pflegefall zum nächsten, verrichten genau definierte und nach Minuten bemessene Tätigkeiten, die sie mit der Pflegekasse abrechnen. Für warmherzige Zuwendung bleibt da kein Raum. Eine Menge Arbeiten bleiben an den Angehörigen hängen, allein schon deshalb, weil Pflegeprofis dafür viel zu teuer kämen. Die Pflege der Eltern wird für die Kinder, die oft selbst schon zur Generation 50+ gehören, zur physischen und psychischen Zerreißprobe. Trotz gesetzlich geregelter Pflegezeiten ist die Vereinbarkeit mit einem Beruf oft schwierig, und die eigene Familie stellt berechtigte Forderungen nach gemeinsamer Zeit. Wohnen die Kinder gar nicht mehr im Heimatort, hat sich die Frage nach einer Versorgung der Eltern ohnehin erledigt.

Pflegehilfe aus Polen
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In einer alternden Gesellschaft wird Pflege zum knappen – und deshalb auch teuren – Gut.

Haushaltshilfe und Grundpflege

Die Pflegehilfe aus Polen ist in solchen Fällen die einzige Alternative zum Umzug ins Heim, wo die entfernt lebenden Kinder eine adäquate Versorgung im Übrigen auch nicht garantieren können. Immer wieder gibt es Berichte, dass das Personal stationärer Einrichtungen sich primär um die Patienten kümmert, bei denen Angehörige häufig nach dem Rechten sehen. Die ungelernten Pflegekräfte aus Polen dürfen zwar keine medizinischen Tätigkeiten übernehmen, machen aber sehr viel mehr als bloße Hauswirtschaft. Sie unterstützen den Pflegebedürftigen je nach Pflegegrad durch Aufsicht, Anleitung oder teilweise Übernahme von Aktivitäten in seinem Tagesablauf. Das Programm reicht vom Bereitlegen der Kleidung über den Toilettengang bis zur Begleitung bei Arztbesuchen.

Anstellung beim ausländischen Arbeitgeber

Um den deutschen Haushalt von den formalen Pflichten eines Arbeitgebers zu entlasten und gleichzeitig Lohnnebenkosten zu sparen, wird die Pflegehilfe aus Polen bei einem Pflegedienst in ihrer Heimat angestellt und von dort in den deutschen Haushalt entsendet. Um einen seriösen Vertragspartner zu finden und sich über den erforderlichen Pflegeumfang klar zu werden, ist der Kontakt zu einer Vermittlungsagentur im Inland empfehlenswert. Dort erfolgt eine umfassende Beratung über Vertragsinhalte und die praktische Durchführung, zum Beispiel die Unterbringung der Pflegekraft und die Organisation von Arbeitszeiten, Anreise und Heimfahrt. Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Arbeit und den Deutschkenntnissen der Pflegerin. In die Tagessätze ab etwa 60 Euro sind die Vermittlungsgebühren der Agentur schon eingerechnet.

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