Pflegehilfe für Zuhause

Pflegehilfen für Zuhause

Mit dem Gedanken an die Einstellung einer Pflegehilfe für Zuhause beschäftigt man sich meist erst, wenn ein Pflegefall bereits eingetreten ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß – bereits heute braucht jeder zweite Deutsche im Alter früher oder später Pflege. Die Lebenserwartung steigt zwar kontinuierlich an, aber leider erleben nicht alle Menschen den letzten Lebensabschnitt fit und gesund. Vor allem Demenzerkrankungen sind seit Jahren auf dem Vormarsch.

Haushalts- und Pflegehilfen unterstützen die Angehörigen

Pflege zu Hause

Nur rund ein Viertel der Pflegebedürftigen benötigt eine stationäre Versorgung. In den weitaus meisten Fällen genügen schon kleine Handreichungen, ein wenig Anleitung und Beaufsichtigung, um den Verbleib in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Da Angehörige oftmals nicht mehr vor Ort wohnen oder aufgrund von Beruf und eigener Familie nur begrenzt Zeit haben, übernehmen Pflegehilfen für Zuhause diese Aufgaben. Vor allem Frauen aus Osteuropa kommen gern für mehrere Monate im Jahr nach Deutschland, weil sie die guten Arbeitsbedingungen schätzen. Sind sie als Arbeitnehmerinnen beschäftigt, gilt für sie das komplette deutsche Arbeitsschutzrecht. Auf ihre Nationalität kommt es nicht an. Es ist auch gleichgültig, ob sie direkt im Haushalt angestellt oder von einem Pflegedienst in ihrer Heimat entsandt werden. Ihre Aufgaben sind überwiegend hauswirtschaftlicher Natur. Sie sorgen für Ordnung und Sauberkeit, waschen, kaufen ein und kochen. Abhängig vom Pflegegrad kommen Tätigkeiten der sogenannten Grundpflege hinzu. Dazu gehören insbesondere die Unterstützung des Seniors bei der Körperhygiene und das Sicherstellen der Mobilität. Aufstehen aus dem Bett, Hilfe beim Bewegen in der Wohnung, Begleitung zum Arzt oder zur Physiotherapie, wenn möglich auch gemeinsame Spaziergänge – die Pflegerin ist immer da, wenn sie gebraucht wird. Dabei lässt sie ihrem Klienten aber so weit wie möglich seine Privatsphäre und sein selbstbestimmtes Leben.

Pflegehilfe für Zuhause
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Mit dem Gedanken an die Einstellung einer Pflegehilfe für Zuhause beschäftigt man sich meist erst, wenn ein Pflegefall bereits eingetreten ist.

Kombileistungen von der Pflegekasse

Tabu sind für die Hilfskräfte Aufgaben, die medizinische Kenntnisse voraussetzen. Entsprechende Berufsabschlüsse sind bei den Frauen aus Polen, Rumänien oder anderen Ländern Osteuropas meist nicht vorhanden, oder sie werden in Deutschland wegen der fehlenden Sprachkenntnisse nicht anerkannt. Oft fallen Arbeiten der medizinischen Behandlungspflege in der Betreuung von Senioren zuhause aber gar nicht an. Wenn sie doch erforderlich werden, kommt ein ambulanter Pflegedienst stundenweise ins Haus. Examinierte Pflegerinnen messen Blutdruck und Blutzucker, geben Injektionen und Infusionen, versorgen Wunden und wechseln Verbände. Dafür gibt es bei einem anerkannten Pflegegrad Sachleistungen der Pflegekasse, die direkt zwischen Pflegedienst und Versicherer abgerechnet werden. Wer Sachleistungen beansprucht, muss auf Pflegegeld nicht verzichten. Diese zur freien Verfügung gezahlte Leistung kann prozentual mit den Sachleistungen kombiniert werden. Ist das Sachleistungs-Budget beispielsweise nur zu 30 % ausgeschöpft, steht dem Pflegebedürftigen noch 70 % des Pflegegeldes zu. Das ist ein willkommener Zuschuss zur Finanzierung einer privaten Pflegehilfe für Zuhause.

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