Pflegekräfte Finden

Pflegeagenturen und Vermittler helfen

Pflegeagenturen und Vermittler helfen den Angehörigen, bei Eintritt eines Pflegefalls schnell und zuverlässig Pflegekräfte zu finden. Ihre Dienstleistung ist in einem schwer durchschaubaren Markt wichtig, um nicht auf schwarze Schafe hereinzufallen. Während die Familie vor einer Ausnahmesituation steht, ist für die Pflegevermittler die sachkundige Beratung und das Knüpfen von Kontakten ihre Kernkompetenz. Mit der richtigen Organisation ist die häusliche Pflege zudem günstiger als ein Heimplatz.

Seniorenheime mit zweifelhaftem Ruf

Pflege zu Hause

Journalisten der gemeinnützigen Plattform CORRECT!V haben im Jahr 2016 Daten der 13.000 Pflegeheime in Deutschland ausgewertet. Auch wenn die offiziellen Testergebnisse ein anderes Bild vermitteln, stellten sie fest, dass 60 % der Heime bei den Qualitätsprüfungen der Pflegekassen im wichtigen Bereich der medizinischen Behandlung negativ aufgefallen sind. Schmerzbehandlung, Vorsorge für Bettlägerige, ja selbst die Versorgung mit Essen und Trinken wiesen erhebliche Mängel auf. Unter solchen Umständen ist es verständlich, dass die Übersiedlung ins Heim für alte Menschen eine Horrorvorstellung ist und die Verwandten ein schlechtes Gewissen haben wegen der „Abschiebung“ aus der vertrauten Umgebung. Hinzu kommt, dass Rente und Leistungen der Pflegekasse für eine vollstationäre Betreuung meist nicht reichen. Und das bedeutet, dass Kinder für den Elternunterhalt zur Kasse gebeten werden. Ein Single ist ab etwa 5.000 Euro Bruttogehalt dabei, errechnete das Fachmagazin „Versicherungsbote“.

Pflegekräfte finden
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Pflegeagenturen und Vermittler helfen den Angehörigen, bei Eintritt eines Pflegefalls schnell und zuverlässig Pflegekräfte zu finden.

Ambulante Pflege, Pflegehilfen und Angehörige ergänzen sich

Im Schnitt kostet die stationäre Pflege rund 3.200 Euro im Monat. Medizinische Gründe sprechen manchmal recht eindeutig für diese Art der Versorgung. In den weitaus meisten Fällen reichen aber ein wenig Beaufsichtigung, Anleitung und Unterstützung aus, und der Senior kann in den eigenen vier Wänden ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen. Sind medizinische Leistungen wie das Verabreichen von Medikamenten oder Wundversorgung nötig, übernimmt das ein ambulanter Pflegedienst. Hier ist Fachpersonal gefragt, und das ist teuer. Der Einsatz ist deshalb auf kurze Zeit – vielleicht eine halbe Stunde täglich – beschränkt. Verwandte müssten sich eigentlich in der restlichen Zeit um den Pflegebedürftigen kümmern, wenn er nicht allein bleiben kann. Das lässt sich aber mit Familie und Beruf nur in den seltensten Fällen vereinbaren. Die Lücke wird geschlossen durch Haushalts- und Pflegehilfen aus Osteuropa.

Verschiedene Beschäftigungsmodelle mit unterschiedlichen Kosten

Ausländische Pflegekräfte finden sich auf dem Arbeitsmarkt einerseits als Selbstständige, andererseits als Arbeitnehmer. Die Beschäftigung einer selbstständigen Pflegehilfe aus Polen, Ungarn oder anderen osteuropäischen EU-Staaten ist mit rund 1.700 Euro die billigste Lösung, birgt aber wegen der schwierigen Abgrenzung zur Scheinselbstständigkeit einige rechtliche Risiken. Einfacher und auch fairer ist die Anstellung einer abhängig beschäftigten Hilfskraft. Das geht ab etwa 2.000 Euro im Monat für die Vollzeitpflege. Das gängige Entsende-Modell sieht vor, dass die Pflegerin bei einem Pflegedienst in ihrer Heimat beschäftigt ist und von dort in den deutschen Haushalt entsendet wird. Die Vorteile: Der Auftraggeber wird nicht mit den formalen Pflichten eines Arbeitgebers belastet, die Lohnnebenkosten sind etwas günstiger, und dennoch genießt die Beschäftigte den vollen deutschen Arbeitnehmerschutz.

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