Pflegeprobleme bei Parkinson

Versorgungsprobleme bei der Parkinson-Krankheit

Die Standardpflegepläne legen die typischen Pflegemaßnahmen für spezielle Pflegeprobleme fest, wie in diesem Beispiel für das Parkinson-Syndrom. Die M. Parkinson-Krankheit ist bei jedem Patienten anders. Wie bei jeder Krankheit gibt es keine "Patentformel" für Pflege und Betreuung. Vollzeit stationäre Pflege | Kurzzeitpflege |.

Nach etwa fünf Jahren sind viele Betroffene auf Pflege angewiesen.

Besondere Problematik - Neurologische Klinik für Bewegungsstörungen/Parkinson-Krankheit

Bleibt die Parkinson-Krankheit lange Zeit bestehen, kann die Gehirnleistung nachlassen. Pflegebedürftige, deren Gehirnleistung durch die Krankheit gestört ist, weisen eine verlangsamte Wahrnehmung, Vergessenheit, Unannehmlichkeit und Abneigung auf. Wenn die Gehirnleistung reduziert wird, ist es notwendig, den Alltag auf einfache und übersichtliche Weise zu definieren. Die tägliche Routine sollte mit dem Patient abgesprochen und ggf. aufschrieben werden.

Besorgte Patientinnen und Patienten sollten sich beruhigen ("jemand nimmt sie immer auf, alles wird für sie getan"). Beweise wie "das war vor einer knappen halbe Stunde" sind oft sinnlos, da den Betroffenen oft die Zeit drängt. Die Patientin sollte so tatkräftig wie möglich in Gesprächen und während der Behandlung sein, aber es ist darauf zu achten, dass der Betroffene nicht versagt.

Vielmehr sollten Wege gefunden werden, um den Betroffenen ein Erfolgserlebnis zu vermitteln, z.B. durch einfache Aktivitäten allein oder durch leicht zu bearbeitende Nachfragen. Bei der Parkinson-Erkrankung ist das Gespräch ähnlich wie bei anderen motorischen Funktionen erkrankt. Oft wird das Reden ruhiger und eintöniger als vor Ausbruch der Krankheit, obwohl Sprachstörungen nicht immer durch Parkinson-Medikamente behoben werden.

Manchmal verschlimmert sich das Gespräch so sehr, vor allem bei längeren Krankheiten, dass es schwer zu durchschauen ist. Weitere Einflussfaktoren sind ein erhöhter Salivationsdruck oder ein trockener Mund. Schluckbeschwerden kommen in der Regel erst im Spätstadium der Erkrankung oder bei untypischen Parkinson-Syndromen vor. Weil das Ansaugen von Nahrungsmitteln in die Trachea zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führt und weil Schluckbeschwerden oft zu Unterernährung führt, sind Schluckbeschwerden eine ernste Erkrankung.

Hauptursache für Schluckbeschwerden bei Parkinson ist eine verminderte Bewegung der Hals-, Rachen- und Atemprobleme. Weil die Gefährdung der Patienten darin liegt, dass sie nicht mehr an der Verständigung mit anderen teilnehmen und immer einsamer und isolierter werden, ist es besonders bedeutsam, alle noch bestehenden Gesprächsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Achten Sie darauf, überhaupt beste Voraussetzungen zum Verständnis zu haben, d.h. nicht im Korridor oder in lauten Umgebungen zu reden. Bitten Sie den Betroffenen, Augenkontakt aufzunehmen: "Sehen Sie mich an, ich kann Sie besser nachvollziehen. Häufig können die Betroffenen auf Anfrage ihrer Kollegen für kurze Zeit laut und deutlich reden.

Daher ist es keinesfalls "schulmeisterlich", sondern sehr vernünftig, den Betroffenen darauf hinzuweisen, dass die Rede zu ruhig, zu rasch oder zu unklar wird. Zugleich ist viel Zeit, Ausdauer und Konzentration gefragt, vor allem wenn die Verlockung aufkommt, "dem Betroffenen das Gespräch aus dem Kopf zu nehmen".

Wenn bei sehr schweren Sprachstörungen ein GesprÃ?ch nicht mehr möglich ist, sollten dem Betroffenen alternative Fragen vorgelegt werden, die er mit Ja oder Nein beantwortet (z.B. "Möchten Sie sich hinsetzen oder hinlegen?"). Einige Patientinnen und Patienten reden laut und deutlich, wenn sie beim Telefonieren über Ohrhörer lautstark musizieren ("Walkman-Effekt").

Ein paar Hinweise zum Verhalten bei Schluckstörungen: Gang und Gleichgewicht Störungen sind die Hauptursachen der Parkinson-Krankheit zu sein. Ähnlich ist das so genannte Gefrieren, bei dem der Patient beim Gehen auf einmal "festsitzt" und nicht mehr kann. Auffallend ist, dass das Gefrieren oft mit bestimmten Auslösern verbunden ist und bei manchen Menschen auftritt, z.B. nur beim Durchgang durch Torbögen und Engpässe.

Furcht oder Stress können auch Startverzögerungen und Einfrieren auslösen. Weil dieses Phänomen so eng mit bestimmten Zuständen verbunden ist, halten uninformierte Beobachter es oft fälschlicherweise für psychisch, hypnotisch oder nachgestellt. Zahlreiche Patientinnen und Patienten haben so genannte Trick-Manöver erlernt, mit denen sie die Verstopfungen wenigstens kurzzeitig auflösen. Pflegebedürftige, die unter einer erhöhten Sturzneigung leidet, sind nicht nur obstruktiv, sondern auch bedroht.

Verschärft wird dieses Phänomen bei Parkinson-Patienten durch das Ausbleiben wichtiger schützender Reflexe, wie das Strecken der Hände beim Fallen oder Rollen mit dem Oberkörper. Häufig haben die Betroffenen große Angst vor dem Fallen und beschränken ihre Beweglichkeit noch mehr als vor dem Sündenfall.

Oberkörpervorsorge ist ein typischer Bestandteil von Haltungsschäden bei der Parkinson-Krankheit. Auffallend ist, dass bei vielen Patientinnen und Patienten die Prävention des oberen Körpers nur im Stand oder beim Gehen erfolgt und oft durch gezielte Anstrengungen temporär behoben werden kann. Dabei ist es von Bedeutung, den Betroffenen zu unterstützen, die Reduzierung der eigenen Körperbeherrschung durch externe Steuerung und Feedback zu kompensieren.

Treten Verstopfungen auf (Startverzögerung oder Einfrieren), können zusammen mit dem Betroffenen Lösungsstrategien erarbeitet werden. Als besonders effektiv hat sich ein Handgriff erwiesen, bei dem der Begleitperson einen Fuss vor die Füsse des Pflegebedürftigen setzt und ihn bittet, über diesen Fuss zu treten. Bei einigen Patientinnen und Patienten kommt auch der so genannte Frostschutzstab zum Einsatz, bei dem eine waagerechte Stange durch einen kleinen Griffhebel herausgeklappt werden kann, durch den der Patient seine Verstopfung aufhebt.

Eine Hilfsgüterversorgung, z.B. mit einem Walker, sollte ebenfalls mit den Krankengymnasten erörtert werden. Bei einigen Pflegebedürftigen mit Haltungsschäden kann ein kleiner Rucksack getragen werden, der den Schwerpunkt des Körpers nach rückwärts verschiebt und das Begradigen des oberen Körpers erleichter. Häufig sind Patientinnen und Patienten in fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung nicht mehr in der Lage, sich in der Nacht selbstständig zu rotieren, in den schwerwiegendsten Situationen kann es auch am Tag zu einer vollständigen oder weitgehenden Bewegungsunfähigkeit kommen.

Hier sollten die Pflegebedürftigen oft umgesiedelt werden, und die Positionierung sollte in der Regel so eben wie möglich sein.

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