Pflegevermittlung Polen

Verschiedene Vertragsmodelle sind legal möglich

Unternehmen, die die Pflegevermittlung aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Lettland und vielen anderen östlichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union betreiben, erhalten von ihren Kunden durchweg sehr positives Feedback. Nicht umsonst ist „die Polin“ zum Markenzeichen einer familiären Pflege in vertrauter Umgebung geworden. Die Pflegeagenturen erbringen eine wichtige Dienstleistung, die weit über reine Vermittlung hinausgeht.

Pflegebedarf klären

Pflege zu Hause

Ob eine stationäre Pflege erforderlich ist oder eine Betreuung zu Hause ausreicht, sollte zunächst nach medizinischen Kriterien entschieden werden. Zwar wünschen sich die meisten Senioren einen Lebensabend in den eigenen vier Wänden, aber nicht immer ist dieser Wunsch sinnvoll realisierbar. Immerhin drei Viertel aller Pflegebedürftigen bleibt jedoch der Umzug ins Heim erspart. Ist die häusliche Pflege grundsätzlich möglich, müssen Aufgaben verteilt werden. Verwandte sind in aller Regel nicht in der Lage, ohne Unterstützung einen zweiten Haushalt zu versorgen und dabei auch noch pflegerisch tätig zu sein. Räumliche Entfernungen und zeitliche Restriktionen stehen dem entgegen. Wenn Eltern pflegebedürftig werden, gehören die Kinder selbst oft schon zur Generation 50+. Anstrengende körperliche Arbeit ist dann nicht mehr drin, und auch die psychischen Belastungen durch das Leiden naher Angehöriger sind nicht zu unterschätzen. Soweit eine medizinische Versorgung zu Hause erfolgen muss, darf diese nur von ausgebildeten Fachkräften vorgenommen werden. Dafür kommen ambulante Pflegedienste stundenweise ins Haus. Die osteuropäischen Haushalts- und Pflegehilfen übernehmen dagegen die Arbeiten, für die die Kenntnisse und Fähigkeiten einer tüchtigen Hausfrau wichtiger sind als medizinisches Wissen: Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen, Hilfe bei Körperhygiene und Mobilität sind die wichtigsten Tätigkeitsfelder.

Pflegevermittlung aus Polen
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Das europäische Recht kennt verschiedene Möglichkeiten, Arbeit und Dienste grenzüberschreitend anzubieten.

Verschiedene Vertragsmodelle sind legal möglich

Das europäische Recht kennt verschiedene Möglichkeiten, Arbeit und Dienste grenzüberschreitend anzubieten. Dienstleistungsfreiheit ist das Stichwort, das nicht nur Banken und Versicherungen eine Tätigkeit in ganz Europa erlaubt, sondern auch freiberuflichen Pflegekräften. Der Dienstvertrag ist mit rund 1.700 Euro im Monat für eine Vollzeit-Betreuung die günstigste Vertragsform, da Arbeitnehmerschutzrechte wie der Mindestlohn nicht gelten. Allerdings muss der Eindruck einer Scheinselbstständigkeit, also der weisungsgebundenen Arbeit, unbedingt vermieden werden. Was deswegen zu beachten ist, erklärt die Pflegevermittlung, die aus Polen und anderen Staaten selbstständige Pflegerinnen nach Deutschland holt. Mit weniger rechtlichen Risiken behaftet, dafür aber mit monatlich 2.000 Euro auch etwas teurer, ist die Beschäftigung einer angestellten Hilfskraft. Üblich ist die Entsendung durch einen ausländischen Arbeitgeber nach Deutschland. Das spart ein wenig Sozialabgaben, ist aber vor allem deshalb interessant, weil der deutsche Haushalt nicht mit den formalen Pflichten eines Arbeitgebers belastet wird. Der eigentliche Arbeitgeber in Polen, Rumänien usw. stellt eine zweisprachige A1-Bescheinigung aus und weist damit nach, dass er die Anmeldungen zum jeweiligen Sozialsystem im Heimatland ordnungsgemäß durchgeführt hat.

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