Pflegeversicherung 2017

Krankenpflegeversicherung 2017

Angelegt am 28.12.2017. Beitragssätze der Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung wurde 1995 als weitere Säule der deutschen Sozialversicherung eingeführt.


24 Stunden Pflege

Gilt die gesetzliche Pflegeversicherung wirklich? Pflegeversicherungsreform 2016/2017 von PSG II und PSG III - Was wird sich ändern? Zu Beginn des Jahres 2017 tritt die kürzlich verabschiedete Pflegereform 2017 der Pflegeversicherung in Kraft.

Erhöhte Beiträge und Pflegeintensität

Auf Grund der längeren Lebensdauer und des demografischen Wandels wurde 1995 die Pflegeversicherung aufgesetzt. Es war und ist das Bestreben, die Lebensbedingungen der Pflegebedürftigen zu verbessern. Neben dem "klassischen" Krankenkassenbeitrag gab es einen prozentualen Aufschlag für die Pflegeversicherung. Die Beitragssätze betragen generell 2,35%-Punkte. Wenn Sie über 23 Jahre sind und keine eigenen vier Wände haben, betragen die entsprechenden 2,60%-Punkte.

Ab Jänner 2017 werden beide Pflegeversicherungsbeiträge um 0,20 %-Punkte anwachsen. Der Grund für diesen Anstieg ist eine Ausweitung der Dienstleistungen für Pflegebedürftige. Dabei werden die vorherigen Versorgungsstufen auf Versorgungsstufen umgestellt, da viele Krankheitsbilder bzw. Versorgungsbilder im Vorsystem nicht beachtet wurden. Demenzkranke haben bisher viel zu wenig oder gar keine Förderung bekommen und können in Zukunft mehr Dienstleistungen von der Pflegeversicherung erwarten.

Mit der Verabschiedung des Pflegeverstärkungsgesetzes Nr. 2 werden nach Ansicht der Regierung rund 500.000 weitere Menschen in den Genuß von Pflegeversicherungsleistungen kommen. Die fünf Versorgungsebenen sollen die klinischen Bilder bzw. den Versorgungsbedarf fairer bewerten und angemessene finanzielle Mittel bereitstellen. Bei Personen, die bereits eine Leistung erhalten haben, werden sie in die neuen Pflegestufen eingestuft, ohne sich erneut bewerben zu müssen.

Jeder Versorgungsstufe ist eine Geldleistung und eine Naturalleistung für die stationäre Versorgung zugewiesen; wenn Sie in einem Haushalt wohnen, gibt es einen monatlich fälligen Betrag für stationäre Leistungen. Ein paar numerische Beispiele veranschaulichen die Verbesserung, vor allem in den oberen Pflegestufen: Ab Jänner 2017 wird die frühere Pflegeebene 3 durch die Pflegeebene 4 abgelöst. Bei den Sachbezügen für die stationäre Versorgung heißt das, dass die bisher gewährten Sachbezüge von gut 1.600 auf 1.775 EUR anwachsen werden.

Die neuen Pflegestufen und der Wechsel in der Pflegeversicherung sind auch mit einer Verstärkung der Verwandten verknüpft, die einen lieben Menschen zu Hause ernähren. Dabei werden zwischen 316 und 901 EUR pro Kalendermonat vergütet, außerdem besteht ein gesetzlicher Anspruch auf den Pflegedienstbesuch. Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass die neuen - verlängerten - Pflegestufen für viele Menschen eine Besserung bedeuten dürften, vor allem was die Zahl der Leistungsberechtigten betrifft.

Die Beitragssteigerung um 0,2 %-Punkte scheint aus heutiger Perspektive gut in die Qualität der Pflege zu investieren.

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