Polnische Altenpflegerin Kosten

Häusliche Pflege oft billiger als ein Pflegeheim

Die Anstellung einer polnischen Altenpflegerin ist mit Kosten ab etwa 2.000 Euro im Monat für eine Vollzeitpflege verbunden. Etwas günstiger geht es mit selbstständigem Pflegepersonal, das auf Basis eines Dienstleistungsvertrags arbeitet. Hier muss man mit etwa 1.700 Euro rechnen.

Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis für einen Heimplatz bei stationärer Pflege liegt bei etwa 3.200 Euro. Und in den Durchschnitt sind natürlich auch weniger hohe Pflegegrade eingerechnet.

Altenpflege zuhause fordert Angehörige

Pflege zu Hause

Der hohe Preis eines Seniorenheims garantiert aber keineswegs eine optimale Versorgung. Qualitätskontrollen der Krankenkassen ergaben Beanstandungen in bis zu 60 % der Heime, und das in wichtigen Testkriterien wie medizinische Versorgung, Essen und auch der lebenswichtigen Versorgung mit Flüssigkeit. Sind Angehörige nicht präsent und aufmerksam und kann sich der Pflegebedürftige selbst nicht angemessen bemerkbar machen, sind gesundheitliche Schäden durch Pflegemängel durchaus möglich. Findet eine Seniorenbetreuung in den eigenen vier Wänden statt, haben Angehörige eine wesentlich bessere Kontrolle über die Qualität der Pflege. Allerdings sind die Verwandten dann auch selbst stark gefordert. Sie sind oft getrieben von den berechtigten Anforderungen des Pflegebedürftigen, aber ebenso von der eigenen Familie und dem Beruf. Mit einem angespannten Verhältnis zwischen dem Pflegebedürftigen und seiner Familie ist aber niemandem gedient, schon gar nicht dem Senior selbst.

Polnische Altenpflegerin: Die Kosten
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Unterstützung erhalten die pflegenden Verwandten durch osteuropäische Haushalts- und Pflegehilfen.

EU-Ausländer dürfen in Deutschland legal arbeiten

Unterstützung erhalten die pflegenden Verwandten durch osteuropäische Haushalts- und Pflegehilfen. Nach der vollständigen Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes in der EU können ausländische Arbeitskräfte aus EU-Staaten bei uns ohne bürokratischen Aufwand arbeiten. Seit 2014, mit dem Ablauf einer siebenjährigen Übergangsfrist, kommen die Pflegerinnen auch aus den jüngsten Beitrittsstaaten Bulgarien und Rumänien. Das beliebteste Modell ist die Entsendung durch einen Arbeitgeber im jeweiligen Heimatland. Das spart ein wenig Sozialversicherungsbeiträge, entlastet den Haushalt aber vor allem von den formalen Pflichten eines Arbeitgebers. Für die Pflegerinnen, die als abhängig Beschäftigte arbeiten, gilt der komplette deutsche Arbeitnehmerschutz, auch wenn der Chef im Ausland sitzt.

Polen hat die Nase vorn

„Die Polin“ steht immer noch sprichwörtlich für die optimale Lösung, wenn es um die Organisation häuslicher Pflege geht. Geografische Nähe und oft vorhandene deutsche Sprachkenntnisse sprechen für sie, aber auch die fleißige und persönliche Wesensart, mit der sie die anstrengende und in die Intimsphäre eindringende Arbeit verrichtet. Altenpflege aus Polen ist bei Kosten ab rund 60 Euro pro Tag, bezogen auf Vollzeitpflege im Angestelltenverhältnis, weit billiger als stationäre Pflege, die im Übrigen von den Verwandten in direkter Linie mitfinanziert werden muss, wenn Rente und Leistungen der Pflegeversicherung nicht reichen. Bereits ab rund 5.000 Euro Monatseinkommen können Singles von den Sozialämtern zum Elternunterhalt herangezogen werden.

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