Polnische Krankenpflege

Polnische Krankenpflege und Seniorenbetreuung

Polnische Krankenpflege und Seniorenbetreuung ist zum Synonym geworden für den Kampf gegen den Pflegenotstand, den osteuropäische Hilfskräfte in Deutschland mit großem Erfolg führen. Die oft gescholtene Europäische Union macht grenzüberschreitendes Arbeiten legal und ohne großen Verwaltungsaufwand möglich. Hunderttausende deutscher Haushalte profitieren bereits davon.

Demografische Entwicklung führt zu mehr Pflegefällen

Pflege zu Hause

Drei Millionen Pflegebedürftige gibt es derzeit in Deutschland. Heimplätze existieren nur für rund ein Viertel dieser Menschen. Um den großen Rest kümmern sich ambulante Pflegedienste, Angehörige und Pflegehilfen. Die demografische Entwicklung lässt einen starken Anstieg der Zahl der Pflegefälle erwarten. 2050 wird jeder Dritte in unserer Gesellschaft über 65 Jahre alt sein, jeder Achte sogar über 80. Leider erlebt nicht jeder den Lebensabend bei guter Gesundheit. Altersbedingte körperliche Einschränkungen, besondere Erkrankungen wie Parkinson und nachlassende kognitive Fähigkeiten bis hin zur Demenz beeinträchtigen die Alltagskompetenz – der Senior ist auf Hilfe angewiesen. Tritt der Pflegefall ein, sind nahe Verwandte oft selbst schon im Rentenalter, anderenfalls durch ihren Beruf und die eigene Familie zeitlich und räumlich gebunden. Hier finden die Pflegedienste ihr Betätigungsfeld.

Polnische Krankenpflege
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Drei Millionen Pflegebedürftige gibt es derzeit in Deutschland.

Unterschiedliche Anforderungen an Behandlungspflege und Grundpflege

Sind medizinisch geprägte Behandlungsaufgaben durchzuführen, kommt ein ambulanter Pflegedienst ins Haus. Geht es um die Gesundheit, dürfen nur qualifizierte Fachkräfte tätig werden. Zu groß ist das Risiko, dass wegen fehlender Kenntnisse oder mangelhafter Verständigungsmöglichkeiten Medikamente falsch dosiert oder Messwerte, zum Beispiel Blutdruck und Zucker, fehlerhaft ermittelt werden. Insgesamt nimmt die medizinische Behandlungspflege aber nur wenig Raum im Tagesablauf des Gepflegten ein. Viel größer ist der Aufwand für die sogenannte Grundpflege. Das sind insbesondere Arbeiten in Zusammenhang mit Körperhygiene, Nahrungsaufnahme und Mobilität innerhalb oder außerhalb der Wohnung. Im Schnitt sind drei bis sechs Stunden täglich für die Grundpflege einzuplanen. Die allgemeine Haushaltsführung – Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen – ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Auch Zeiten für Beaufsichtigung und Anleitung können erheblichen Mehrbedarf auslösen, bis hin zur Betreuungsnotwendigkeit rund um die Uhr.

Haushalts- und Pflegehilfen bieten Betreuung ohne Zeitdruck

Die Erweiterungen der EU nach Osten in den Jahren 2004 und 2007 sowie die zeitversetzte Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts machen die polnische Krankenpflege ebenso wie den Einsatz von Haushaltshilfen und Seniorenbetreuern aus Ungarn, Tschechien, Rumänien, Lettland und vielen anderen Ländern sehr einfach. Dank des niedrigen Lohnniveaus arbeiten mehrere hunderttausend Frauen und Männer bei uns zu bezahlbaren Preisen, verdienen aber für ihre Verhältnisse gut und schätzen die gesetzlich geregelten fairen Arbeitsbedingungen in Deutschland. Pflegeagenturen erklären die verschiedenen Möglichkeiten des europäischen Rechts, vermitteln Kontakte in die Heimatländer der Pflegekräfte und machen nach einer Bedarfsermittlung konkrete Personalvorschläge. Ist eine 24-Stunden-Betreuung nötig, wohnen die Pflegehilfen im Haushalt ihres Klienten. Fließende Übergänge zwischen Arbeit, Bereitschaft und Ruhephasen kommen allen Beteiligten entgegen und fördern das Miteinander von Pflegendem und Gepflegtem.

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