Polnische Pflegekraft Gesucht

Pflegekraft-Vermittlung

„Polnische Pflegekraft gesucht“ – hinter einer solchen Stellenanzeige steckt oft die große Not der Angehörigen eines alten oder kranken Menschen. Der Senior kann nicht mehr allein leben, die Kinder sind mit der Pflege überfordert, scheuen sich aber gleichzeitig vor dem Schritt in die stationäre Betreuung. Ein ambulanter Pflegedienst mit examiniertem Personal kostet für eine Betreuung rund um die Uhr mindestens 10.000 Euro im Monat, hat die Stiftung Warentest ermittelt. Pflegehilfen aus Osteuropa machen die Arbeit für weniger als ein Fünftel dieses Preises.

Was ist davon zu halten? Und wie organisiert man eine Polin für die Pflege am besten?

Grundpflege und Haushaltshilfe

Pflege zu Hause

Zunächst gilt es, ein Missverständnis auszuräumen. Eine Hilfskraft kann und darf nicht dieselben Arbeiten verrichten wie qualifizierte Fachkräfte. Medizinische Behandlungspflege ist deshalb professionellem Pflegepersonal vorbehalten, das entsprechend bezahlt wird. Pflegehilfen übernehmen im Wesentlichen hauswirtschaftliche Tätigkeiten und bekommen dafür eine angemessene Bezahlung, die sich bei abhängiger Beschäftigung nach dem deutschen Mindestlohn als Untergrenze richten muss. Neben dem Sauberhalten der Wohnung, Waschen, Einkaufen und Kochen ist die Grundpflege ein wesentlicher Aufgabenbereich der Pflegehilfen. Dazu gehören tägliche Verrichtungen wie Hygiene, Ankleiden, Essen und Mobilität innerhalb und außerhalb der Wohnung. Je nach Pflegegrad reichen Anleitung und Kontrolle, oder die Tätigkeiten werden mehr oder weniger vollständig von der Pflegerin übernommen.

Polnische Pflegekraft gesucht
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Wer eine osteuropäische Pflegerin sucht, kann sich an Agenturen in Deutschland wenden.

Angehörige werden entlastet

Wenn von den Kindern oder anderen Verwandten des Pflegebedürftigen eine polnische Pflegekraft gesucht wird, steht dahinter also nicht in erster Linie die Einsparung von Kosten des ambulanten Pflegedienstes, sondern die eigene Entlastung. Den Verfall von Körperkräften und Gesundheit bei einem nahestehenden Menschen zu beobachten, ist eine schwere psychische Belastung. Körperlich anstrengende Arbeiten kommen hinzu, und die pflegenden Kinder sind ja auch selbst nicht mehr die Jüngsten. Unter den täglichen Verpflichtungen leidet der dringend notwendige menschliche Kontakt. Hier schaffen die osteuropäischen Pflegekräfte sinnvoll zu füllende Freiräume für die Angehörigen.

Vermittlung über Pflegeagenturen

Wer eine osteuropäische Pflegerin sucht, kann sich an Agenturen in Deutschland wenden. Sie ermitteln gemeinsam mit den Betroffenen den erforderlichen Betreuungsumfang und suchen geeignete Vertragspartner aus. Die Vertragsgestaltung kann mit Hilfe der Pflegevermittlung in deutscher Sprache erfolgen, und es gibt auch ganz praktische Vorteile von der Bezahlung auf ein deutsches Konto bis hin zur Abholung der Pflegerin von Bus oder Bahn. Die Agenturen berechnen Tagessätze ab etwa 60 Euro. Die Höhe hängt vom Umfang der vereinbarten Leistungen und den deutschen Sprachkenntnissen des Personals ab. Das Pflegegeld kann zur Finanzierung eingesetzt werden, wobei auch Kombinationen mit Sachleistungen eines Pflegedienstes möglich sind.

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