Polnischer Pflegedienst

Osteuropäische Pflegehilfen

Ein polnischer Pflegedienst erlaubt vielen Senioren den Verbleib in den eigenen vier Wänden, auch wenn sie betreuungsbedürftig sind und Hilfe im Alltag benötigen. Polinnen stellen die größte Gruppe unter den rund 500.000 ausländischen, vor allem osteuropäischen Pflegehilfskräften, die alte und kranke Menschen in deutschen Haushalten unterstützen. Geringe Lohnnebenkosten und flexible Arbeitszeitmodelle machen diese Hilfe bezahlbar.

Arbeiten im Haushalt und in der Grundpflege

Pflege zu Hause

Im Gegensatz zu professionellen ambulanten Pflegediensten mit examinierten Kräften dürfen Pflegehilfen keine Tätigkeiten im Rahmen der medizinischen Behandlungspflege ausüben. Dazu gehören zum Beispiel Dekubitus-Prävention, also die Vorsorge gegen Wundliegen, das Verabreichen von Medikamenten insbesondere durch Injektion oder Infusion, sowie das Messen von Blutdruck oder Zucker. Solche Aufgaben nehmen aber auch nicht den ganzen Tag in Anspruch. Hier reicht es, dass ein Pflegeservice stundenweise ins Haus kommt. Er wird entweder pauschal oder nach Arbeitszeit bezahlt, die Leistungen rechnet der Pflegedienst üblicherweise direkt mit der Pflegekasse ab. Ein polnischer Pflegedienst übernimmt dagegen die Grundpflege, also Anleitung oder Unterstützung beim Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen und dergleichen. Auch die Mobilitätsunterstützung gehört dazu, beim Bewegen in der Wohnung sowie bei Arztbesuchen oder Spaziergängen. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten lassen sich mit der Grundpflege gut kombinieren. Der Pflegedienst ist also auch für die Reinigung der Wohnung, Waschen, Einkaufen und Kochen zuständig.

Polnischer Pflegedienst
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Ein polnischer Pflegedienst erlaubt vielen Senioren den Verbleib in den eigenen vier Wänden, auch wenn sie betreuungsbedürftig sind und Hilfe im Alltag benötigen.

Die Pflegehilfe wohnt im Haushalt

Bei einem so umfassenden Programm ist es am einfachsten, wenn die Hilfskraft direkt im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt. Auf diese Weise lässt sich eine Betreuung rund um die Uhr auch gut mit deutschem Arbeitsrecht vereinbaren, denn Arbeits-, Bereitschafts- und Ruhezeiten wechseln sich ab. Das übliche Vertragsmodell sieht vor, dass der Pflegebedürftige bzw. seine Angehörigen einen polnischen Pflegedienst beauftragen und dieser seine Mitarbeiterinnen nach Deutschland entsendet. Die Vermittlung seriöser Vertragspartner, die Gestaltung des Vertrags und die Organisation werden von Pflegeagenturen in Deutschland übernommen. Der deutsche Haushalt hat also einen deutschsprachigen Ansprechpartner vor Ort. Die Kosten liegen bei Tagessätzen ab ca. 60 Euro, einschließlich Nebenkosten und für Unterbringung und Verpflegung der Haushaltshilfe muss man mit knapp 2.000 Euro im Monat rechnen. Das zur freien Verfügung gezahlte Pflegegeld kann zur Finanzierung verwendet werden.

Alternative Konzepte mit rechtlichen Risiken

Der Umweg über den polnischen Pflegedienst ist nicht zwingend nötig. Der Haushalt kann auch direkt selbst Arbeitgeber werden. Damit übernimmt er aber viele Pflichten, die Kenntnisse im Personalwesen erfordern. Außerdem sind Sozialbeiträge und Steuern nach deutschem Recht abzuführen, die Lösung ist deshalb relativ teuer. Eine weitere Alternative ist die Beschäftigung einer selbstständigen Pflegekraft per Dienstleistungsvertrag. Das ist günstig, weil Mindestlohn und andere Schutzbestimmungen nicht gelten. Wenden aber die Pflegerin selbst oder ein Sozialversicherungsträger ein, dass lediglich Scheinselbstständigkeit vorliege, drohen langwierige juristische Auseinandersetzungen und unter Umständen teure Nachzahlungen. Die Anstellung ausländischer Pflegerinnen bei einem Arbeitgeber in der Heimat und ihre Vermittlung nach Deutschland ist deshalb ein guter Kompromiss zwischen Rechtssicherheit und Kosten.

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