Private Krankenpflege

Privatpflege: Pflegekraft einstellen

Private Krankenpflege ist heute meist noch Sache der Angehörigen. Dass Eltern kranke Kinder pflegen und dafür – wenn sie gesetzlich krankenversichert sind – einen „blauen Krankenschein“ bekommen können, ist normal. Die umgekehrte Situation, dass Kinder ihre Eltern pflegen müssen, rückt trotz entsprechender Gesetzesänderungen nur sehr langsam in den Fokus. Dabei ist eine Lösung dringend nötig in einer Zeit, in der Mehrgenerationen-Haushalte die Ausnahme darstellen und Arbeitnehmer örtlich flexibel sein müssen.

Pflege zu Hause

Geld von der Krankenkasse gibt es nur in besonderen Fällen

Private Krankenpflege
1/1

Private Krankenpflege ist heute meist noch Sache der Angehörigen.

Liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, zahlt die Pflegekasse auch für die ambulante Pflege. Zu unterscheiden sind Sachleistungen für den Einsatz einer professionellen Pflegekraft und das Pflegegeld, das zur freien Verfügung gezahlt wird. Davon kann der Haushalt des Pflegebedürftigen eine Haushalts- oder Pflegehilfe einstellen. Auch Kombileistungen sind möglich, zum Beispiel 20 % der Sachleistungen und 80 % des Pflegegeldes. Geht es dagegen nur um eine vorübergehende Erkrankung, ist die Krankenkasse zuständig. Sie zahlt für die Privatpflege zuhause, wenn ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt wird oder wenn die private Krankenpflege den Heilerfolg sichert. Bei dieser Leistung geht es aber immer um medizinische Behandlung, nicht um einfache Tätigkeiten im Haushalt. Deren Kosten werden von der Krankenversicherung nur übernommen, wenn Kinder unter zwölf Jahren im Haushalt leben. So ist jedenfalls die gesetzliche Regelung. Manche Versicherer sind etwas großzügiger und zahlen auch bei Kindern bis vierzehn.

Osteuropäische Pflegehilfen unterstützen die Angehörigen

Der Regelfall ist allerdings, dass die Krankenpflege zuhause selbst organisiert und bezahlt werden muss. Personalintensive Dienstleistungen sind teuer. Vermittlungsagenturen in Deutschland haben sich deshalb darauf spezialisiert, Haushalts- und Pflegehilfen aus dem osteuropäischen Ausland nach Deutschland zu holen. Diese schätzen die guten Arbeitsbedingungen, die Patienten wiederum die liebevolle Pflege zu einem annehmbaren Preis. Damit sich der deutsche Haushalt nicht mit juristischen Fallstricken der Arbeitgeberrolle auseinandersetzen muss, aber auch keine vertieften Kenntnisse des osteuropäischen Marktes für Pflegekräfte braucht, werden Pflegedienstleister in der Heimat der Pflegekraft zwischengeschaltet. Sie sind es, die die Arbeitnehmerinnen formal einstellen und für die Privatpflege in deutsche Haushalte entsenden. Die Kosten einschließlich Vermittlungsgebühr beginnen bei rund 60 Euro als Tagespauschale für eine Pflegekraft, die eine Vollzeitpflege übernimmt.

Breites Leistungsspektrum

Selbst wenn man die medizinische Behandlungspflege ausklammert, die nach deutschem Recht nur von examinierten Fachkräften durchgeführt werden darf, bleibt für die private Krankenpflege ein breites Tätigkeitsspektrum. Neben der Unterstützung im Haushalt wie Putzen und Kochen sind es vor allem Verrichtungen der sogenannten Grundpflege. Vielleicht kann der Kranke nicht ohne Hilfe aufstehen, sich waschen, zur Toilette gehen oder essen. Vielleicht sind Arztbesuche erforderlich, oder es besteht die Möglichkeit zu etwas Bewegung innerhalb und außerhalb der Wohnung. Osteuropäische Pflegerinnen beherrschen die gesamte Bandbreite dieser wichtigen Arbeit und werden vor allem bei langfristigen Verpflichtungen schnell zu einem geschätzten Familienmitglied.

Mehr zum Thema