Private Putzfrau Versichern

Selbstreiniger versichern

Die Haushaltshilfe kann etwas für Ihre Altersvorsorge tun und ist gegen Unfälle versichert. Sie sind als Mitarbeiter privater Haushalte auch gegen Unfälle gesetzlich versichert. Eine Privathaftpflicht- oder Unfallversicherung findet hier übrigens keine Anwendung. Die Unfallversicherung des jeweiligen Bundeslandes ist für die privaten Haushalte zuständig. Arbeitnehmer in privaten Haushalten werden in der Regel wie alle anderen sozialversicherungsrechtlichen Arbeitnehmer behandelt.

Versicherung von Hausangestellten gegen Unfälle

Als Hausangestellter sind Sie aus gesetzlicher Perspektive Ihr Dienstherr und müssen ihn nach dem Unfallversicherungsgesetz (UVG) gegen Unfall versichern. Der Pflichtversicherungsschutz ist abhängig von der Zahl der Arbeitsstunden Ihres Dienstmädchens pro Kalenderwoche und dem Jahresgehalt.

Wieviele Arbeitsstunden pro Tag arbeiten Sie mit Ihren Hausangestellten? Bei weniger als 8 Wochenstunden und einem Jahreslohn von weniger als CHF 10'000 müssen Sie Ihre Hausangestellten nur gegen Arbeitsunfälle versichern. Wenn Sie mehr als 8 Wochenstunden haben, müssen Sie Ihren Hausangestellten gegen Berufs- und Nichtbetriebsunfälle versichern.

Ist Ihr Hausangestellter nicht nur für Sie, sondern auch für andere Menschen tätig? Sie müssen dann nur noch Ihre Hausangestellten gegen Arbeitsunfälle versichern, die sich während Ihrer Arbeit ereignen. Ihr Hausangestellter muss bei der Entschädigungskasse für die zu entrichtenden Sozialabgaben eintragen sein. Einige Kantone haben normale Arbeitsverträge (NAV), die den Abschluß einer Krankentagegeldversicherung für die in einem privaten Haushalt beschäftigten Arbeitnehmer vorsehen.

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Disput um Putzfrau-Versicherung - News Bern: City

Zum Ärgernis vieler Unternehmerinnen setzt der Kanton Bern die Vereinfachung der AHV-Abrechnung für Reinigungsfrauen ab, die früher zur Verhinderung von nicht angemeldeter Erwerbstätigkeit einführte. Einige hundert bernische Frauen und Männer, die eine Putzfrau oder einen Putzfrau einstellen, haben kürzlich Briefe von der Entschädigungskasse des Kantons bekommen. Sie werden auf zwei Seiten per Einschreiben über die Beendigung des früheren Abrechnungsvorgangs der Sozialversicherung informiert - mit dem Vermerk, dass sie ab dem neuen Jahr in das Bundesverfahren übergehen können.

Die beiden Klagen, sowohl das Berner als auch das Bundesverfahren, sind Maßnahmen gegen Nichtanmeldungen. Jeder, der eine Putzfrau, eine Haushaltshilfe oder eine Helferin für die Gartenarbeit auf Stundenbasis eingestellt hat, ist somit rechtlich dazu ermächtigt. Der Gedanke dahinter: Je leichter die Berichterstattung, umso geringer der Reiz für die Unternehmer, sich der Verantwortlichkeit zu entziehen.

Die Umstellung von kantonalen auf eidgenössische Prozeduren wird von vielen Betroffenen nicht als Erleichterung empfunden. Dementsprechend sind in den vergangenen Tagen und Monaten viele Stellungnahmen - Anfragen und Beschwerden - bei der Entschädigungskasse des Kanton Bern eingegangen. Vielmehr ist das Berner Vorgehen ("Top Combi") umfassender: Die Unfall-Versicherung ist eingeschlossen - im föderalen Vorgehen muss diese nachgerüstet werden.

Der Entschädigungsfonds ordnet die Arbeitserlaubnis an - im föderalen Prozess muss sie vom Unternehmer beschafft werden. Das Kindergeld wird automatisiert angefordert - für ein föderales Gerichtsverfahren ist ein Zusatzformular vonnöten. Insgesamt überwiegt der Nachteil für die Unternehmen die Vorteile des Wandels. Die parallele Durchführung von zwei Prozeduren ist "zu verwirrend, zu komplex und zu teuer", sagt Robert Gygax, der stellvertretende Leiter der Entschädigungsstelle des Kanton Bern.

Der Pauschalbetrag von 20 Prozenten, den der Unternehmer zu zahlen hat, ist nun ein Verlustgeschäft für den ganzen Staat. Rund 2300 Arbeitgebende im Kanton Bern zahlen heute nach dem Kantonsverfahren und die gleiche Anzahl nach Bundesgesetz. Eine Auseinandersetzung mit der Kassenlobby hat die Umstellung auf das Bundesverfahrensrecht weiter vorverlegt. Zwei Jahre vor der Inkraftsetzung des neuen Gesetzes gegen nicht angemeldete Erwerbstätigkeit hatte der Kanton Bern die Führung übernommen und das erleichterte Vorgehen einführt.

Er hat die Unfall-Versicherung in das Pauschalangebot aufgenommen. Dies beunruhigt die Privatversicherer sehr. Weil der Entschädigungsfonds die Reinigungsfrauen nicht alleine versichern kann. Dies ist für private Versicherungen ein unzulässiger Eingriff in ihre Wirtschaft. Sie haben bereits erfolgreich auf föderaler Ebene dafür gesorgt, dass die Unfall-Versicherung im Rahmen eines erleichterten Bundesverfahrens ausgeklammert wurde.

Ausserdem hat der Verband der Schweizerischen Versicherungswirtschaft beim BAG eine Aufsichtsklage gegen die Suva eingereicht, die sich gegen das in Bern eingeleitete Vorgehen wendet. Durch den Umstieg davon und die Umstellung auf das föderale Vorgehen wird dies wahrscheinlich gelöst werden. Doch das BAG ist selbst an einer einfachstmöglichen Abwicklung der Unfall-Versicherung für Kleinunternehmen interessiert.

Deshalb wird nach einer Lösung gefragt, wie Peter Schlegel, Leiter der Sektion Unfallversicherungen beim BAG, dem "Bund", mitteilt. Mit einer aufwändigen Aufklärungskampagne ("Keine unangemeldete Erwerbstätigkeit - jeder verdient sie") sollen die Unternehmen geschüttelt und dazu angeregt werden, mit dem Vereinfachungsverfahren eine legale Beschäftigung anzunehmen. Verschärfte Kontrolle und Strafen sollten auch die Unternehmer entmutigen. Diesen Sommer zieht das Staatsekretariat für wirtschaftliche Angelegenheiten (Seco) eine erfreuliche Bilanz und wertet es explizit als gelungen, dass in den ersten beiden Jahren unter der neuen Regelung 17 200 Beschäftigte von dem erleichterten Vorgehen profitierten.

Nach Schätzungen von Adrian Gsell, einem Vorreiter unter den Reinigungsagenturen, arbeiten in der Schweiz mehr als 400'000 Haushalte mit einem Cleaner und 300'000 Haushalte in Schwarzweiß - damit wären drei Viertel des Privatbedarfs in Schwarzweiß gesät. Die Meldestelle ist die Schwankungsrückstellung des Kantons. Zukünftig muss für jeden Mitarbeiter eine Unfall-Versicherung geschlossen werden, auch wenn er bereits bei einem anderen Unternehmen versichert ist.

Das vereinfachte Vorgehen beinhaltet eine Verrechnungssteuer von 5 Prozentpunkten (für In- und Ausländer). Die Arbeitgeberin zahlt einen Pauschalbetrag von 19,25 Prozentpunkten der Lohnkosten an die Entschädigungskasse, 11,25 Prozentpunkte (für AHV/IV/EO, AlV und Verrechnungssteuer) können vom Gehalt des Mitarbeiters abgezogen werden.

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