Privater Arbeitgeber Haushaltshilfe

Persönliche Haushaltshilfe

Die Familie sucht Haushaltshilfe in Münster-Mecklenbeck. Worauf müssen Sie als privater Arbeitgeber achten? Erleichterung für private Haushalte bei der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Was muss der Arbeitgeber beachten? Die Stellung des privaten Haushaltes als Arbeitgeber und Auftraggeber muss geklärt werden.

Haushaltshilfe: 80 prozentig illegale Beschäftigung: "Der Gesetzgeber soll nicht angemeldete Erwerbstätigkeit tolerieren" - Wirtschaftlichkeit

Der 58-Jährige reinigt die Räume der drei Kleinkinder, reinigt und spült im Haus in Brandenburg und das ganz offiziell: Die 300.000 über die Minijob-Zentrale registrierte Haushaltshilfe heißt: Brckhusen. Laut einer am Montagmorgen veröffentlichten Untersuchung des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind 80 Prozent der gesamten Haushaltshilfe in Deutschland auf dem Schwarzmarkt tätig.

Hat das Minijobmodell also im Haushaltsbereich versagt? "Ja ", sagt Sabine Zimmermann, stellv. Fraktionschefin und Pressesprecherin zur Arbeitsmarktpolitik der Linkspartei im Bunde. Offensichtlich stimmt die Mehrzahl der Bundesbürger zu, da die Anzahl der registrierten Hausangestellten in den letzten zehn Jahren nur um 200.000 gestiegen ist. Im Jahr 2015 waren laut IW-Studie vier Viertel der rund 3,6 Mio. Hausangestellten "nicht legal beschäftigt".

Natürlich genügt es nicht, dass Arbeitgeber bei der Registrierung über das Minijobcenter 20 % ihrer Jahreskosten, bis zu 510 Tsd. Obwohl sie bei der Registrierung eine Unfallversicherung haben, ist ihr Gehalt für einen Minijob auf 450 EUR pro Kalendermonat beschränkt. "Die Vermögenswirkung übertrifft die Steuerlücke", so Friedrich Schneider, Experte für nicht angemeldete Erwerbstätigkeit an der Uni Linz, verlangt deshalb auch, dass der Freistaat nicht angemeldete Erwerbstätigkeit im Haushaltsbereich toleriert.

Die Wohlstandseffekte überwiegen die Steuerausfälle, denn gerade für die Frau könnte mehr durch Haushaltshilfe gearbeitet werden, was dem Land als Abgabe zugute kommt, betont Schneider: "Deshalb sollte der Bund hier Großzügigkeit an den Tag legen und nicht angemeldete Arbeit im Haushaltsbereich dulden. "Ein tödliches Signal", ist Wolfgang Buschfort, Pressesprecher der Minijob-Zentrale, nicht sehr enthusiastisch über diese Anregung.

"Jeder, der nicht angemeldete Erwerbstätigkeit im Haushalt annimmt, muss dies auch im kaufmännischen Sektor tun. Steigender Kostendruck und verschärfte Kontrollen der Haushalte sind jedoch "nicht durchsetzbar". Stattdessen entschied sich die Hauptverwaltung für die freiwillige Arbeit, die herausfinden sollte, dass das Registrierungsverfahren sehr bürokratisch sei. Auch der SPD-Abgeordnete und Arbeitsmarkt-Experte Ralf Kapschack weist darauf hin: "Die meisten Arbeitgeber wissen anscheinend nicht, dass sie durch Steueranreize für Mini-Jobs oft besser gestellt wären als durch Nichtanmeldung.

Nicht angemeldete Erwerbstätigkeit ist "kein Kavaliersdelikt", unterstreicht sie: "Die Arbeitnehmer verpassen damit ihren Sozialversicherungsschutz und die Bevölkerung muss die fehlenden Sozialabgaben auf umständliche Weise bezahlen. Deshalb verlangt sie, dass Mini-Jobs auf Arbeitsverträge übertragen werden, die sozialversicherungspflichtig sind. "Annelie Buntenbach, Mitglied des Vorstands des DGB, nennt die Minijob-Verordnung auch "Luftnummer".

Das liegt daran, dass ein Mini-Job oft rechtmäßig registriert ist, während andere in illegaler Beschäftigung sind. Die Arbeitsmarkt-Expertin der Bundestagsfraktion der Grünen, Brigitte Pothmer, weist auf die wachsende Wichtigkeit der Erwerbstätigkeit in privaten Haushalten im Rahmen des Bevölkerungswandels hin: "Umso mehr ist es wichtig, diese Arbeitsverhältnisse aus der Nebenbeschäftigung auszugleichen. "Dazu sollten die Registrierungs- und Abrechnungsverfahren so unkompliziert wie möglich sein.

Eigens finanzierte Dienstleister können dazu beitragen, private Haushalte von bürokratischem Aufwand zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern. Dies könnte jedoch nur eine Lösung sein, denn Haushaltsdienstleistungen sind Einzelarbeitsverhältnisse, die den sehr individuellen und den Privatsektor berühren. "Aber nicht jeder Arbeitgeber will seine Schlüssel bei einer unbekannten Behörde einreichen.

"Nicht jeder Arbeitgeber will seine Schlüssel bei einer unbekannten Behörde einreichen. Daher sind auch Einzelregelungen notwendig, die rechtliche und unbürokratische Tätigkeiten in den eigenen vier Wände einführen. Der Haushaltsscheck ist ein Schritt in die richtige Richtung und sollte viel stärker bekannt gemacht werden. "Das " Budgetkontrollverfahren " soll ein erleichtertes Anmelde- und Abgabeverfahren zwischen dem Arbeitgeber und dem Minijobcenter sein.

Die Budgetprüfung ist die Basis für die Ermittlung der Beiträge zur Sozialversicherung und die Belastung der Auszahlungen. Die Arbeitgeber müssen sich lediglich um die An- und Abmeldungen kümmer. Immerhin bedauert Petra Brockhusen ihre Registrierung nicht. Das gibt ihr das Gefuehl, dass sie "als vollwertiger Mitarbeiterin" gesehen wird.

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