Rumänische Pflegerinnen

Krankenschwestern aus Rumänien

Die Altenpflege war so entspannt, dass zunächst sogar Nachtclubbesitzer plötzlich viele Betreuer beschäftigten, niemand schaute so genau hin. Wen kümmert es, wer muss bezahlen? Eine Videoreportage: Eine Reise mit rumänischen Krankenschwestern in ihre Heimat und zurück nach Österreich. In einigen Fällen werden polnische Krankenschwestern jedoch aus Kostengründen durch rumänische Frauen ersetzt, die bisher illegal arbeiten mussten. Krankenschwestern aus Rumänien sind billiger als ihre deutschen und polnischen Kollegen.

Großer Schwarzhandel mit falschen Pflegescheinen

Die rumänische Krankenschwester alarmiert: Mafia-Strukturen bei Vermittlungsagenturen, aber niemand steuert sie. Sie sind in nahezu allen Farbvarianten, Größen und Ausführungen erhältlich, nahezu immer mit offiziellen Stempeln, rumänischem Landeswappen und Handsignaturen: Das so genannte "Pflegezertifikat" bescheinigt eine monatelange Berufsausbildung zum Heimhelfer und ist Grundvoraussetzung, um in Oesterreich als selbständige Pflegekraft tätig sein zu dürfen.

Über 20.000 Rumänen sind heute im 24-Stunden-Support tätig - davon mehrere tausend mit falschen Urkunden. "Durch rumänische Arbeitsagenturen werden sie dazu gedrängt, fiktive Zertifikate für 150 EUR zu erwerben, damit sie in die Arbeitswelt Österreichs kommen können", beschreibt Frau Dr. med. Elena Popola, die selbst eine persönliche Betreuerin ist und sich gegen "Mafiastrukturen" von Pflegediensten wehren will.

"Die offiziellen Papiere werden nur noch mit dem Kartoffel-Stempel erstellt, in Oesterreich wird sie nicht mehr kontrolliert", beschreibt er. Viele Krankenschwestern sind zwar amtlich unabhängig, aber vollständig von ihren Mittelsmännern unabhängig. "Die Krankenschwestern bekommen nicht mehr als 1.000 Euros im Monat", sagt er. Und auch Papa, die ihre eigene Facebook-Gruppe für rumänische Pflegekräfte gegründet hat, wurde bereits von einer Behörde verklagt.

Zusammen mit der slowakischen Kollegin Katharina Staronowa vom Institute for Personal Care setzt sie sich für "mehr Schutz und Lebensqualität für alle Akteure der 24-Stunden-Betreuung" ein. Nur eine Zentralbehörde in Rumaenien sollte die Ausstellung offizieller Bescheinigungen, die in Oesterreich zugelassen sind, ermoeglichen. Dies war bisher nur dann notwendig, wenn ein 24-Stunden-Support erforderlich ist.

Die Gruenen wollen, um dubiosen Geschaeftsleuten Einhalt zu gebieten, den freien Handel mit Pflegeplaetzen in einen geregelten umzuwandeln. "Gegenwärtig kann jeder Mensch ohne Qualifikation und Beherrschung Personenbetreuer erhalten, am Arbeitsmarkt herrsche daher eine vollständige Undurchsichtigkeit, bemängelt Gesellschaftssprecherin Judith Schwentner. 2. Außerdem brauchen Menschen, die Schwierigkeiten mit der 24-Stunden-Betreuung haben, eine eigene Kontaktstelle.

Die Zertifizierungen sollen sicherstellen, dass die von den Behörden eingesetzten persönlichen Betreuer über die erforderliche Schulung verfügt. Rund 62.000 Pflegekräfte sind in Ã-sterreich in der 24-Stunden-Betreuung tÃ?tig (96 Prozent sind Frauen). Davon kommen 73 Prozentpunkte aus der Slowakischen Republik und RumÃ?nien, rund zwei Prozentpunkte aus Ã-sterreich. Etwa 27.000 Menschen oder sieben Prozente aller Pflegebedürftigen bekommen Bundesmittel für die 24-Stunden-Betreuung (550 EUR pro Monat).

Bundes- und Landesausgaben betrugen 150 Mio. EUR (plus acht Prozentpunkte bis 2015).

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