Rundum Betreuung

Rund Um betreut: Umfassende Betreuung ist auch zuhause möglich

Die Notwendigkeit einer Rundum-Betreuung kranker, behinderter oder alter Menschen bedeutet nicht zwingend die Einweisung in ein Pflegeheim. Liegen keine zwingenden medizinischen Gründe vor, lässt sich Hilfe und Pflege auch im eigenen Zuhause organisieren. Damit Angehörige sich dabei nicht aufreiben, den Zusammenhalt ihrer eigenen Familie und das Einkommen aus dem Beruf gefährden, ist ein Einsatz von Haushalts- und Pflegehilfen sinnvoll. Und das ist keineswegs unbezahlbar, zumal es auch Unterstützung von der Pflegekasse gibt, wenn ein Pflegegrad anerkannt ist.

Eine halbe Million osteuropäische Hilfskräfte arbeiten in Deutschland

Pflege zu Hause

Der Schlüssel zu einer wirksamen Entlastung von Angehörigen bei der häuslichen Pflege ist der Einsatz von Haushaltshilfen aus Osteuropa. Die Erweiterung der Europäischen Union um diverse osteuropäische Staaten in den Jahren 2004 und 2007 sowie die vollständige Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes nach Ablauf einer Übergangsfrist von sieben Jahren ermöglichen eine legale Beschäftigung ohne bürokratischen Aufwand. Am besten bewährt hat sich die Tätigkeit der Hilfskräfte über die sogenannte Arbeitnehmer-Entsendung. Sie behalten dabei einen Arbeitnehmerstatus, sind also nicht selbstständig tätig. Das ist wichtig wegen der ansonsten problematischen Abgrenzung zur Scheinselbstständigkeit, aber auch wegen des Arbeitnehmerschutzes nach deutschem Recht. Arbeitgeber ist bei diesem Modell nicht der Haushalt des Pflegebedürftigen selbst. Er wäre mit den vielfältigen Pflichten, die die Rolle des Arbeitgebers mit sich bringt, überfordert. Stattdessen wird ein Pflegedienst in der Heimat des Personals, also zum Beispiel in Polen, Ungarn, Rumänien oder Litauen, zwischengeschaltet. Er übernimmt das Abführen von Steuern und die Anmeldung zur Sozialversicherung. Darüber stellt er die europäische A1-Bescheinigung aus. Dieses Dokument entbindet den deutschen Haushalt von weiteren Verpflichtungen.

Rundum-Betreuung
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Der Schlüssel zu einer wirksamen Entlastung von Angehörigen bei der häuslichen Pflege ist der Einsatz von Haushaltshilfen aus Osteuropa.

Arbeitszeiten müssen sinnvoll geregelt werden

Bei der Auswahl zuverlässiger Partner, der Vertragsgestaltung und der praktischen Organisation der Pflege und Haushaltsführung helfen qualifizierte Vermittlungsagenturen vor Ort. Ist eine Rund-um-Betreuung erforderlich, kann man sich hier auch Tipps für eine rechtskonforme Gestaltung der Arbeitszeit holen. Deutscher Arbeitnehmerschutz für das Pflegepersonal bedeutet nämlich auch, dass die Höchstarbeitszeiten nach dem Arbeitszeitgesetz gelten. Zwar gibt es eine Ausnahme für die Pflege bei einem Zusammenleben in häuslicher Gemeinschaft, aber daran stellt die Rechtsprechung strenge Anforderungen. Sicherer ist es, Arbeitszeiten, Bereitschaft und Ruhephasen so abzuwechseln, dass die Begrenzungen von zehn Stunden täglich und 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden. Wechseln sich Pflegehilfen, ambulante Pflegedienste und Angehörige ab, ist eine Betreuung rund um die Uhr durchaus machbar, ohne einen aufwändigen Schichtplan zu erstellen. Der Tagesablauf eines Seniors besteht auch nicht nonstop aus pflegerischen Arbeiten. Während der Nachtruhe hat auch das Pflegepersonal Pause, kann aber durch die räumliche Nähe in einem Notfall stets eingreifen.

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