Schlaganfall Nachsorge

Nachbehandlung Schlaganfall

Die Vor- und Nachsorge in Freiburg. Die Schlaganfall-Nachsorge wird von Hausärzten durchgeführt. Fehlbeträge nach Schlaganfall sind nicht die Regel. Bei einem Schlaganfall ist es wichtig, eine korrekte und umfassende Schlaganfall-Nachsorge zu gewährleisten. Das Schlaganfallrisiko bewerten wir mit Ultraschall.

Briefing - wann, wohin, wie rasch?

Schlaganfall ist eines der häufigsten klinischen Bilder in der Allgemeinpraxis (Rang 25 mit 8,2 pro Tausend aller Arztbesuche einer Allgemeinpraxis in Österreich)[1]. In Deutschland sind von den rund 150.000 Schlaganfallpatienten pro Jahr etwa 80 Prozent über 60 Jahre alt[2] und versterben etwa 40 Prozent innerhalb der ersten 12 Lebensmonate.

Die rechte Hand hängt locker herunter. Ist eine Intensiv- oder Stationärbehandlung zweckmäßig? Wenn ein akuter Schlaganfall vermutet wird, sollte die Notaufnahme bei 112 benachrichtigt werden. Prinzipiell sollte jeder Verdachtsfall sofort in eine entsprechende Praxis eingeliefert werden. Im Falle von TIA-Symptomen dürfen Patientinnen und Patienten mit ABCD2-Wert < 4 oder mit TIA-Symptomen, die länger als sieben Tage zurückliegen, bei einem Mangel an geeigneten stationären Leistungen nicht sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ziel ist es jedoch, innerhalb von sieben Tagen eine fachärztliche Diagnose, eine Antithrombose und den Start der erforderlichen sekundären Vorsorgemaßnahmen zu erreichen. Es ist daher notwendig, das Auftreten von Symptomen zu erfassen. Beim transienten ischämischen Anfall (TIA) sollte die fachärztliche Diagnose, die Antithrombose und der Start der erforderlichen sekundären Vorsorgemaßnahmen innerhalb von 24 Std. nachweisbar sein.

Selbst wenn die Möglichkeit der Lysetherapie bei einer TIA nicht mehr gegeben ist, sollte eine rechtzeitige Aufnahme in Betracht gezogen werden, da 10 bis 15 Prozent der Patientinnen und Patienten innerhalb kürzester Zeit einen weiteren Schlaganfall erleiden werden. Für die Risikobewertung für ein Folgeereignis (Schlaganfall mit anhaltenden Symptomen) wird der ABCD2-Score[3] vorgeschlagen (Tabelle 1). Der ABCD2-Wert liegt hier bei vier Der Patient sollte so schnell wie möglich nachgesehen werden.

Der gute körperliche und geistige Zustand des Pflegebedürftigen sprechen auch für eine umgehende Aufklärung. Akute Schlaganfälle oder verstrichene TIA sind prägnante und erschreckende Ereignisse, die für die Erkrankten und ihre Familienangehörigen Zweifel und Unsicherheit hinsichtlich der Ursache und Folgen aufkommen lassen. Häufig sind Betroffene oder Verwandte von Krankenhauseinweisungen zweifelhaft.

Der 62-jährige Kranke wird von seiner Frau begleitet und kommt nach einem Schlaganfall vierwöchiger stationärer Rehabilitationsbehandlung. Bisherige Risikoparameter des Betroffenen waren arterieller Bluthochdruck, diskreter Hypercholesterinspiegel (Gesamtcholesterin vor Schlaganfall 200 - 250 mg/dl) und ein nun abgesetzter Nikotinmissbrauch. Was sind weitere rehabilitative Massnahmen, die eine selbständige Lebens- und Berufswiedereingliederung erlauben?

Die Entlastung sollte dem behandelnden Arzt frühzeitig mitgeteilt werden, damit er die erforderlichen Vorkehrungen treffen kann (z. B. Verschreibung der häuslichen Pflege) und die Behandlung (z. B. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) wenn nötig, wenn möglich ohne Unterbrechungen fortsetz. Das Übergangsheim kann durch folgende Massnahmen bestens gerüstet werden[5]: Ungeachtet der Betreuung nach dem Schlaganfall, ob im stationären oder ambulanten Bereich, ist der frühe Therapiebeginn ausschlaggebend für den Therapieerfolg[6].

Der Rehabilitationsprozess ist ein auf die individuelle Lage jedes einzelnen Menschen und die zur VerfÃ?gung stehende Ressource ausgerichteter Vorgang mit dem Bestreben, eine bestmögliche BefÃ?rwortung zu erzielen. In das Rehabilitationsziel sollten alle Beteiligten, also Betroffene, Patientinnen und Betroffene und gegebenenfalls Angehörige, miteinbezogen werden. Das Hausarztpraxen büro für Allgemeinmedizin organisiert die Teilnahme unterschiedlicher Fachgruppen entsprechend den Bedürfnissen jedes einzelnen Kranken, stellt für Betroffene und Angehörige Diskussionen und Hilfestellungen zur Diskussion und sollte auch auf die Entstehung von körperlichen und insbesondere psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen bei Verwandten achten.

Welche Therapien benötigt der Erkrankte? Deutliche Besserung ist auch in der Zeit nach Schlaganfall (> 6 Monate) möglich. Eine standardisierte Bewertung wird für die Nachsorge und die Entscheidung über die Weiterführung der Therapien vorgeschlagen. Die empfohlene Behandlungshäufigkeit beträgt mind. einmal pro Woche. Weil eine intensivierte Hochfrequenztherapie mit einer minimalen Behandlungszeit von 45 min zu verbesserten Behandlungserfolgen vor allem in der Subakutphase führt[7, 8], kann in der Regelung berücksichtigt werden, im einzelnen von der Standardbehandlung nach dem Arzneikatalog abzurücken und eine Regelung außerhalb des Normalfalles zu erlassen.

Nach einem Schlaganfall oder TIA sollte die Fahrtauglichkeit von Ärzten mit verkehrsmedizinischer Ausbildung nach der Führerscheinverordnung ermittelt werden und richtet sich nach den Bewertungsrichtlinien für die Kfz-Tauglichkeit[9]. Die Fahrtauglichkeit für die Fahrerlaubnisklasse B (Pkw) ist nur gewährleistet, wenn kein erhöhtes Rezidivrisiko und keine signifikanten Neurologiedefizite (Lähmung, Gesichtsfeldausfall) oder neuropsychologische Defizite nach Diagnose und Behandlung vorliegen.

Bei ischämischen Schlaganfällen und TIA ist eine Therapie mit Statin wegen der klaren Wirkung von kardiovaskulären Ereignissen empfehlenswert, auch wenn der Nachweis eines weiteren Schlaganfalles nicht erbracht ist. Die Verbindung zwischen hohem Blutdruck und erhöhtem Schlaganfallrisiko ist seit langem bekannt[10, 11]. Bei der sekundären Prävention kann eine Verringerung des relativen Risikos (für einen weiteren Schlaganfall) um 30% durch Senkung des Blutdrucks nach einem Schlaganfall erzielt werden[12].

Der Sollwert der Therapie beträgt 140/90 mHg.

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