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Was ist die Rolle der Gefäßchirurgie beim Schlaganfall? Chirurgie kann in einigen schweren Fällen Leben retten. Eine Verengung der Halsschlagader ist die Ursache für etwa die Hälfte aller Schlaganfälle. Das Filtersystem schützt das Gehirn während einer Herzklappenersatzoperation. Dr.


24 Stunden Pflege

Bernhard Meyer analysiert Bilder aus der Gehirnchirurgie.

Schlaganfallchirurgie | Über die Südwest Bayern

Welchen Stellenwert hat die Gefässchirurgie beim Schlaganfall? Chirurgische Eingriffe sind bei der Schlaganfallbehandlung in unterschiedlichen Lebenslagen von Bedeutung. Eine große Anzahl von Verengungen oder Verstopfungen der das Hirn beliefernden Gefässe werden von der Abteilung für Gefässchirurgie chirurgisch aufbereitet. Dabei kommen sowohl Eingriffe wie die sog. Plombierung zur Therapie von Verengungen ("Peeling out of the Constriction") als auch Bypass-Operationen bei Schussgefäßen zum Tragen.

Welchen Stellenwert hat die Neurochirurgie beim Schlaganfall? Bei einigen Hirnblutungen zum Beispiel muss der durch eine Hirnblutung verursachte Hirndruck so schnell wie möglich weg. Normalerweise erfolgt dies durch chirurgische Beseitigung der Einblutung. Damit wird die Verlagerung des Hirns durch die Hirnblutung eliminiert und die Voraussetzungen für die Genesung des Hirns gelegt.

Desweiteren ist eine Hirnoperation erforderlich, z.B. zur Hämostase bei platzenden Aneurysmen. Ziel ist es, den blutenden Bereich des Blutgefäßes im Hirn so schnell wie möglich zu schließen, um die Voraussetzungen für die Wundheilung zu erhalten. Blutungen in den Hirnflüssigkeitskreislauf (Liquor) führen zu einer Flüssigkeitsansammlung im Gehirnnerv. In solchen FÃ?llen muss die Ã?uÃ?ere ventrikulÃ?re Drainage (EVD) von den NervenÃ?rzten durchgefÃ?hrt werden, um einen hirnverbrannten Hirnhochdruck zu vermeiden.

Diese Entwässerung leitet die anfallende Feuchtigkeit nach außen ab. In den meisten Fällen wird die Therapie mit stationärer Therapie auf der intensivmedizinischen Station kombiniert. Wohin sind solche hochspezialisierten chirurgischen Eingriffe möglich?

Schlaganfall: Schädelchirurgie kann Menschenleben schützen

Wenn ein Arzt einen Teil der Schädelkappe eines Schlaganfallpatienten öffnet, kann er den Hirndruck verringern. Bei einem sehr starken Schlaganfall können manchmal Schädelkappenteile entfernt werden: Dieses Verfahren entlastet das Gehirn und erhöht damit die Überlebenschance erheblich. Inzwischen hat eine Untersuchung ergeben, dass auch über 60-jährige Patientinnen und Patienten von einer solchen Therapie profitiert haben.

Das Verfahren ist jedoch nicht ungefährlich: Die Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG), die Gesellschaft für Nervenheilkunde (DGN) und die Gesellschaft für Nervenheilkunde (DGNC) verweisen darauf, dass viele der Überlebenden weiterhin schwer behindert sind. Bei sehr großflächigen Anschlägen, wie z.B. einem Verschluß der Mittelhirnarterie, ist die Wahrscheinlichkeit schlecht: Die meisten von ihnen versterben innerhalb weniger Tage, auch wenn sie früh intensiv medizinisch versorgt werden.

Professor Dr. med. Hans-Christoph Diener, Presse-Sprecher der DGN: "Vor einigen Jahren zeigte eine Untersuchung, dass Patienten unter 60 Jahren signifikant öfter überlebten, wenn eine so genannte hemicraniectomy binnen 48h nach dem Schlaganfall durchgeführt wurde". Die exponierte Hirnhälfte wird nur temporär durch das Kopfhirn und die Skalp beschützt. So kann das geschwollene Gehirngewebe allmählich anschwellen, ohne das gesunde Gehirngewebe durch den Blutdruck zu beschädigen.

Anschließend wird die entfernte Schädelkappe wieder eingesetzt. "Schwerbehinderte waren nach einer solchen Operation weniger häufig", erklärt Frau Professor Dr. med. Gabriele Schackert, Leiterin der Neurochirurgischen Universitätsklinik der Technischen Universität München und Erste Präsidentin der DNC.

"Die Mortalität konnte mit der OP von 76 auf 43% nahezu verdoppelt werden", erläutert Dr. med. Dr. med. Eric Jüttler, Chefarzt der Ulmer Unikliniken, Mitveranstalter und Erstautor der Untersuchung. "Allerdings bleibt ein drittel der überlebenden Patientinnen und Patienten weiterhin stark beeinträchtigt und wird ständig Unterstützung benötigen.

Daher ist es in jedem Einzelfall und auch allgemein sehr wichtig, die Eignung der Technik auch für die älteren Schlaganfall-Patienten zu prüfen. Es wird auch eine Kältetherapie, die so genannte Unterkühlung, angewendet, bei der die Temperatur des Körpers auf 35 °C abfällt. Zurzeit wird die Effektivität der Unterkühlung in einer großen europaweiten Untersuchung getestet.

Die beiden Verfahren, Hemicraniectomy und Hypothermia, werden auch bei Patientinnen mit Schädel-Hirn-Trauma angewendet, um einer Gehirnschwellung vorzubeugen. "Die Hemicranectomy ist definitiv eine nützliche Therapie für kleine Schlaganfallpatienten." Das Wichtigste, wie im Allgemeinen nach einem Schlaganfall, ist eine schnelle Behandlung."

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