Schlaganfall Operation

Stroke-Chirurgie

Notfall-Stentimplantation oder Halsschlagaderchirurgie. Teilweise operieren Ärzte Schlaganfallpatienten. Der Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn. Inwiefern wird eine Halsschlagaderoperation durchgeführt? Karotisoperationen zur Vorbeugung von Schlaganfällen.

klinisches Bild

Erläuterung: Ein Schlaganfall wird durch eine plötzlich auftretende Kreislaufstörung im Hirn hervorgerufen, die in der Regel durch eine Verengung der Karotis arteriebedingt ist. Symptome: Ein Schlaganfall kann Hemiplegie, Sprachbehinderung, Schwäche oder Blindheit verursachen. Im schlimmsten Fall kommt ein Schlaganfall innerhalb von wenigen Augenblicken zum Tode. Bei einem großen Schlaganfall gehen in rund 40 % aller Patienten kleine Krampfanfälle voraus.

Ursachen: Ein Schlaganfall wird in der Regel durch Gefäßverschlüsse in der Karotis oder Blutgerinnsel in den Hirngefäßen hervorgerufen. Die Verengung der linken oder rechten Karotisarterie erscheint als Zusammentreffen. Die Hirnblutung ist für wesentlich weniger Hirnschläge verantwortlich: Das Platzen eines kleinen Blutgefässes im Hirngewebe wird durch erhöhte Blutdruckwerte gefördert. Jährlich erkranken in Berlin ca. 6500 Menschen an einem Schlaganfall, in Deutschland ca. 160 000 pro Jahr, davon ca. 24 000 an der Aderhaut.

Der Chefarzt der Gefässchirurgie am ev. Spital Hubertus in Zehlendorf, Christoph Albiker, geht davon aus, dass die Anzahl der Hirnschläge zunehmen wird, weil das Durchschnittsalter der Menschen steigt und das Risiko eines Krampfanfalls mit dem Lebensalter steigt. Über 30 % der Patientinnen und Patienten sterben unmittelbar oder innerhalb eines Jahrs. Etwa 20 Prozentpunkte der Erkrankten werden zu Pflegefällen.

Bei vielen Betroffenen muss der Alltag wie z. B. Reden, Gehen, Hören, Rechnen oder Lesen vollständig umlernen. Diagnose: Mit Hilfe von Ultraschalldiagnostik, Computertomographie und Magnetresonanztomographie (MRT) können Mediziner feststellen, ob der Schlaganfall durch Blutung oder Gefäßverschluß verursacht wurde. Laut internationalen Untersuchungen gibt es eine Hinweise für die operative Behandlung der Symptomatik der Carotisstenose, wenn zumindest die halbe Vene einengend ist.

Behandlung: Wenn eine Arterie eingeengt ist, gibt es drei Möglichkeiten. Der Älteste ist, die verengten Halsschlagadern längs durchzuschneiden und die Beläge an der Einschnürung herauszuschaben. "Allerdings wird diese Technik nur in Ausnahmefällen angewendet, da die Vene nach der Operation mit einem Plastikstück geschlossen werden muss und die daraus resultierenden Vernarbungen zu einer Einengung führen können", sagt Christoph Albiker.

In der zweiten Variante wird die Aorta geschnitten und wie ein Hemdarm aufgewickelt, bis die Einschnürung erreicht ist und die Beläge wie ein durchgehender Stopfen entfernt werden können. Dies hat den Nachteil, dass es kaum zu einer neuerlichen Verschmälerung und kaum zu Narbenbildungen kommt. Dies ist ein Drahtschlauch, der von der Leiste über die Hauptarterie in das Halsgefäss eingebracht und bis zur Engstelle nach vorne geschoben wird.

Wie wirksam diese Technik jedoch eine nochmalige Verschmälerung verhindern kann, wird von den Ärzten erörtert. Das Schlaganfallrisiko ist bei chirurgischen Eingriffen in den nächsten fünf Jahren signifikant geringer als bei der medikamentösen Erstbehandlung.

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