Sekundäres Parkinson Syndrom

Das sekundäre Parkinson-Syndrom

Informationen zum sekundären oder symptomatischen Parkinson-Syndrom, z.B. als Folge von Gefäßerkrankungen, Medikamenten-Nebenwirkungen etc. Ein sekundäres Parkinson-Syndrom tritt daher als Folge einer bestehenden Erkrankung auf und kann in diesen Fällen als Spät- oder Langzeitfolge angesehen werden. Inwiefern unterscheidet der Arzt idiopathische Parkinson-Syndrome von anderen?


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Der sekundäre Parkinsonismus durch Medikamente a.n.k.... Zweiter Parkinsonismus durch Medikamente a.n.k....

Parkinson Syndrom | Neurologie Steglitz

Parkinson-Syndrom, idiopathische Parkinson-Krankheit oder das primäre Parkinson-Syndrom, ist eine allmählich voranschreitende, neurodegenerative Störung und gehört zu den am weitesten verbreiteten neurodegenerativen Erkrankungsformen. Das Parkinson-Syndrom betrifft sowohl den Mann als auch die Frau, und ihr Bildungsniveau und ihr Wohlstand scheint die Häufigkeit der Seuche nicht zu beeinträchtigen. Parkinson-Syndrom ist nicht infektiös.

Dies wird idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS, Synonym: Parkinson-Krankheit) genannt. Abhängig von den überwiegenden Symptomen wird das IPS in eine mobilitätseingeschränkte Variante (akinetisch-starrer Typ), eine Variante mit überwiegendem Tremor (Tremor-dominanter Typ) und eine Variante mit etwa gleich starker Bewegungseinschränkung und Tremor (Äquivalenztyp) untergliedert. Andere entartete, so genannte untypische Parkinson-Syndrome sind vom IPS zu unterscheiden.

Die sekundären Parkinson-Syndrome unterscheiden sich vom ersten. Sie machen bis zu 20% aller Parkinsonpatienten aus. Die Strukturveränderungen im Hirn können bei der Kernspinuntersuchung beobachtet werden. Für die Parkinson-Krankheit ist die Änderung einer gewissen Kernzone im Hirn, der sogenannten Substanznigra, zuständig. Doch bei Parkinsonpatienten ist diese Gegend nicht wie üblich dunkel, sondern verblasst.

In der Substanz nigra befinden sich etwa 400.000 Blutkörperchen, die kurz nach der Entbindung nachdunkeln. Mit der Zeit verschwinden diese nach und nach. Bei Parkinson wird dieser Vorgang aus unerklärlichen Ursachen forciert. Untersuchungen haben ergeben, dass mehr als 60% der Stammzellen der Substanz Nigra absterben müssen, bevor die für die Parkinson-Krankheit charakteristischen Symptome auftreten.

Durch Nervenausdehnungen sind die Stammzellen der Substanz mit einer anderen Hirnregion, dem Korpus stratum (corpus= lat. body; stratum= lat. striped), durchdrungen. In den Nigrazellen wird ein sogenannter Bote namens Doppamin im Korpus stratum freigesetzt. Dabei sind die Gehirnzellen des Korpus stratum mit einer Vielzahl anderer Gehirnregionen verknüpft, so dass das freigesetzte Doppamin in ein Netz von Kreisläufen einfließt.

Das Hirn verwendet Dopamin zur Feineinstellung der Muskelbewegung. Die Parkinson-Symptome entstehen, wenn der Dopamingehalt um 70 bis 80% gesunken ist. Daher basiert die Diagnostik der Parkinson-Krankheit zunächst auf der neurologischen Abklärung, der sogenannten anamnesis, mit spezieller Bewegungsabfolge. Andere Krankheiten, die zu sekundären Parkinson-Syndromen führen können, müssen ausgeklammert werden.

Es sollte eine Kernspintomographie des Hirns durchgeführt werden. Eine Parkinson-Therapie ist eine symptomatische, d.h. sie lindert die Krankheit. Bei der medikamentösen Therapie wird angestrebt, das veränderte VerhÃ?ltnis der Botschaftersubstanzen im Hirn wieder in ein besseres VerhÃ?ltnis zu setzen.

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