Sterbebegleitung

Sterbendenpflege

Die Betreuung der Sterbenden ist ein Angebot für Schwerkranke und deren Angehörige. Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Hessen. Die Begleitgruppe für schwerkranke und sterbende Menschen Kriens schwere Krankheit und Beinahe-Tod kann Ängste und Einsamkeit auslösen. Sich um das Sterben zu kümmern bedeutet, damit umzugehen. Grundvoraussetzung für die ehrenamtliche häusliche Sterbebegleitung ist die Teilnahme an unserem Vorbereitungskurs.

Blick in den Untergrund

Vor ein paar Jahren war mein Papa, der nach einem Schlag kaum reden konnte, in den vergangenen Tagen ganz gelassen, und ich mit ihm. Ich war Ende Jänner wie schon mehrmals nach Haus gegangen, weil ich befürchtete, dass es jetzt so weit sein könnte. Bei meiner Ankunft verschwand die Furcht, dass sich etwas unwiderruflich geändert hatte, dass mein Papa umkommt.

Diese Vermutung stieß jedoch sofort auf die konzentrierte Kritik der Vertreter des alltäglichen Lebens: Der Krankenpflegedienst und die Haushaltshilfen wollten zunächst nichts vom Tod wissen und hofften auf Hilfe durch Aufgüsse; der Familienarzt hatte keine Vorstellung davon, wie der seit einigen Tagen auftretende Diarrhöe am Tag davor unter Kontrolle gebracht werden konnte, stellte aber fest, dass sein Befinden "noch nicht beunruhigend" war.

Der Tod paßt nicht zum Alltag der Liebe, Fürsorge, Fürsorge und Heilung. Als mein V ater geschlafen hat, habe ich vom Tod gelesen. Und wie lange braucht man zum Absterben? Ausgehend von der Fragestellung, ob es nicht gut wäre, ihn in ein Spital zu bringen, wenn er tatsächlich zu Haus stirbt (aber was, wenn der Diarrhöe eine heilbare Wirkung hätte)?

bis hin zur Fragestellung, ob eine Infusion noch nützlich war (weil er kaum mehr gegessen und zu wenig getrunken hat, Diarrhöe ihn zudem dehydrierte) oder ob sie sogar Schäden verursachte (weil die Füße Flüssigkeit speicherten, die Empfindlichkeit gegenüber Schmerz zunahm und einige Palliativärzte davon ausgegangen sind, dass eine geringfügige Dehydratisierung während des Sterbevorgangs den Schmerz lindert).

Ein Notarzt, der mich kaum ansah und mich anstelle eines Grußes fragte: "Warum liegt er im sterben? "Wie ihr anschliessender, fast kommunikationsloser Kurzbesuch bei meinem Väterchen." Möglicherweise hat die verblüffende Kluft zwischen 60 bis 70 % derjenigen, die regelmässig zu Haus und nur 25 %, die wirklich zu Haus gestorben sind, etwas damit zu tun, dass es trotz des Erfolgs der Hospiz-Bewegung noch zu wenig Wissen und Erfahrungen im Umgang damit gibt.

Vor nicht allzu langer Zeit wußte ich auch nichts vom Tode, obwohl der Tot in der bäuerlichen Umgebung, in der ich aufwuchs und mein Familienvater noch wohnte, ein fester Bestandteil der täglichen Gespräche war: Unfalltod, Krebstod, Alterstod, Selbstmord. Wie man dorthin kommt, wie das Leben weiterging, habe ich nicht danach gefragt.

Wie ein Erstklässler hatte mich eine wahrscheinlich wütende Katz gestochen, und ich habe mehrere Monate aus Furcht, bald zu verrecken, gelebt. Wahrscheinlich vermeiden wir das Tode, weil wir die Sicherheit unseres eigenen Sterbens so lange wie möglich vermeiden - wir können nicht permanent "in die pralle Luft schauen", meint Irvin Yalom, Gründer der existenzialistischen (Gruppen-)Therapie.

Möglicherweise haben deshalb so viele Anwohner, Angehörige, Freunde und auch einige (wenige) der Berufspfleger Zuflucht vor meinem Papa gefunden: "Lass es gut gehen"; "An deinem runden Tag bist du wieder fit"; "das wird funktionieren".

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