Therapie bei Demenz

Demenztherapie

Eine Demenz ist nicht heilbar, aber behandelbar. Die Therapien müssen individuell auf die betroffene(n) Person(en) abgestimmt werden. Leibesübungen bei Menschen mit Demenz-Editor. Bei der Behandlung von Demenz spielen nichtmedikamentöse Therapien eine zentrale Rolle. Das ist Demenz und wie unterscheidet sie sich von Alzheimer?


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Demenztherapie

Auch wenn die Alzheimer-Krankheit und die meisten anderen Demenzen noch unheilbar sind, können sie dennoch therapiert werden. Die Therapie muss nach der Diagnosestellung so bald wie möglich anlaufen. Drogen können das Krankheitsgeschehen hinauszögern und die Stimmungslage des Patienten günstig verändern. Die nicht-medikamentösen Therapiemethoden können physisch und psychisch aktiviert oder beruhigt werden.

Dass das Körpertraining bei leichten und mittelschweren Demenzerkrankungen die motorische Funktion und die physische Leistung signifikant steigert, belegt eine Untersuchung am Universitätsklinikum Berlin. Zusätzlich werden die kognitiven Fähigkeiten (einschließlich Aufmerksamkeit) und der mentale Zustand (Depressivität und Apathie) günstig beeinflußt.

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Inwiefern wird eine Demenz diagnostiziert? Ein Neurologe, -psychologe oder -neurologe sollte klären, ob eine Demenz vorhanden ist und was ihre möglichen Ursachen sind. Kognitives Testen wird oft mit Hilfe kurzer standardisierter Fragebogen (DemTect, Mini-Mental-Status-Test) oder durch neuropsychologische Untersuchungen mit umfangreicheren und damit auch zeitaufwändigeren Prüfverfahren (CERAD, ADAS) durchgeführt.

Spezielle Untersuchungen werden durchgeführt, um Entzündungswerte und bestimmte Proteine (Tau- und Beta-Amyloid42-Protein) mittels sogenannter bildgebender Methoden, Computertomografie oder Kernspintomografie und einer Nervenwasserextraktion (Lumbalpunktion) zu bestimmen. Computertomografie / Magnetresonanztomographie bei Demenzverdacht. Die Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfs ermöglicht tomographische Aufnahmen von Gehirn, Beinen und Blutgefäßen.

Zum frühzeitigen Erkennen von Demenz. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) können Demenzen wie z. B. Morbus Parkinson früh entdeckt werden. Eine neue Methode erlaubt es nun auch, die für die Alzheimer-Demenz typischen Proteinablagerungen im Hirn, das sogenannte Beta-Amyloid, wiederzugeben. Ultraschalluntersuchung bei Demenzverdacht. Um zwischen verschiedenen Formen der Demenz zu unterscheiden, kann der Inhalt des sogenannten Taup-Proteins und des beta-Amyloid42-Proteins verwendet werden.

Die pharmakologische Therapie der Demenz hat zum Ziel, die Krankheit zu mildern und die Lebensbedingungen der Erkrankten zu verbessern. Kennzeichnend für die Alzheimer-Demenz sind die mit dem Kurier Azetylcholin verbundenen Krankheiten des (cholinergen) Körpers, die für die Gedächtnis- und Lernschwäche, Konzentrationsprobleme und Rhythmusstörungen im Schlaf-Wach-Rhythmus sind.

Memantin ist ein wichtiger Bestandteil der nicht-cholinergen Therapieansätze. Bei Memantin, dessen Seitenwirkungsprofil als problemlos angesehen wird, gibt es neben milden und mittelschweren Demenzerkrankungen auch einen Wirksamkeitsnachweis für schwere Demenzerkrankungen. Auch bei vaskulärer Demenz wurden gute Wirkungen beobachtet. Außerdem sind eine Anzahl älterer Medikamente, so genannte Nootropics, für die Therapie von Störungen der Hirnleistung und Demenz genehmigt.

Arzneimitteltherapie bei Alzheimer-Demenz. Das Medikamentenkonzept zur Therapie der kognitiven Symptomatik der Alzheimer-Demenz basiert auf dem Fehlen des Nervenüberträgers Azetylcholin im Kortex und vermutlich auch in den darunter befindlichen Gehirnregionen. Das sogenannte cholinergische Defekt, das in engem Zusammenhang mit dem Krankheitsbild der Demenz steht, soll durch den Einsatz von Acetylcholinesterasehemmern reduziert werden.

Mithilfe von Arzneimitteln aus der Reihe der Acetylcholinesterasehemmer ist bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz eine Verbesserung der kognitiven Beeinträchtigung mit zumeist verträglichen Begleiterscheinungen möglich. Psychische Eingriffe bei Demenz. Für Demenz gibt es eine Vielzahl von nichtmedikamentösen Interventionsmaßnahmen, die sich günstig auf den Umgang mit der Krankheit, das Wohlergehen und die Qualität des Lebens der Erkrankten und ihrer Betreuer auswirkt.

Gerade zu Beginn der Demenz sind sowohl verhaltens- als auch verhaltenstherapeutisch realistische Eingriffe möglich, wie z.B. verhaltenstherapeutisches Kompetenz-Training (VKT), Validierung, Selbst-Erhaltungstherapie (SET), biographieorientierte Gedächtnistherapie oder musikalische, tänzerische und malerische Therapie. Auch wenn die Effektivität nichtmedikamentöser Interventionsverfahren in vielen FÃ?llen nur unzureichend nachgewiesen ist, werden sie in der praktischen Anwendung als Ã?uÃ?erst hilfsbereit und vorteilhaft fÃ?r die Erkrankten angesehen und sind daher ein unentbehrlicher Teil des Behandlungskonzeptes fÃ?r demente Patienten.

Ã-kologische und gesellschaftliche Eingriffe bei Demenz. Die Demenzkranken sind besonders auf ein materielles Umfeld angewiesen, das sich dem Verlauf der Erkrankung anpassen kann und gleichzeitig schützend und stimulierend wirkt. Ein optimales materielles Umfeld für Demenz-Patienten sollte es sein: bietet Rückzugsmöglichkeit und verfügt über spezielle "Ruheräume" für sehr ruhelose, akute " beunruhigende " Demenzerkrankungen. Demenzbehandlung mit neuen Ansätzen.

In jüngster Zeit wurden vor dem Hintergrund der zunehmenden Problematik der ambulanten Pflege von älteren Menschen mit Demenz immer mehr neue Versorgungsansätze erarbeitet, bei denen die oben aufgeführten Handlungsempfehlungen miteinbezogen wurden. Es wurden kleine, gemeindebasierte und einheitlich besetzte Pflegestationen eingerichtet, die den Anforderungen von Demenzpatienten besser gerecht zu werden scheint. Ebenso wurden in den Konzepten der ambulanten Langzeitpflege verstärkt konkrete Handlungs- und Kommunikationsformen, eine demenzgemäße Raumgestaltung sowie besondere Organisations- und Tagesstrukturierungsmaßnahmen miteinbezogen.

Die Erfahrung aus der Hansestadt spielt eine hervorragende Rolle bei der Realisierung von neuen Betreuungskonzepten für Demenzkranke. In diesem Angebot gibt es eine Form der Betreuung: Demenzkranke, die mit Nicht-Demenzkranken zusammenleben, werden nach dem Prinzip der Integration ganztägig mitbetreut. Die Krankenschwestern sind besonders ausgebildet, um den Bedürfnissen von Demenzpatienten besser gerecht zu werden.

In kleinen Kleingruppen werden Veranstaltungen durchgeführt und das häusliche Umfeld den Anforderungen von Demenzkranken angepaßt. Wie wird Demenz mit Selbstschutz behandelt? In diesem Kontext ist das "Selbst" notwendig, um sich selbst und die Umwelt zu erfassen, zu bearbeiten und zu erhalten. Der Verrückte wird in den Behandlungssitzungen wieder zur "freien Erzählung" anregt.

Die Praxis des Sets befindet sich im Alzheimer-Therapiezentrum der 1999 eingerichteten Schön-Klinik Bad-Aibling. In der vierwöchigen stationären Versorgung ist die Einweisung des Patienten und der ihn pflegenden Personen vorgesehen. Die Behandlungsschwerpunkte sind diagnostische Tests, Arzneimitteltherapie und SIT. Hierbei werden innerhalb von fünf Arbeitsstunden tägliche Individual- und Gruppentherapie durchgeführt (z.B. Therapie zur Bewahrung biographischen Wissens, kunsttherapeutische Maßnahmen, sportliche Aktivitäten, Alltags- und Freizeitaktivitäten).

Was mache ich mit einem Demenzkranken?

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