Unterstützung bei Pflege zu Hause

Betreuung zu Hause

Die Krankenschwester zur Unterstützung von Angehörigen in der häuslichen Pflege muss kein Vermögen kosten. Wissenswertes zum Thema finanzielle Unterstützung. Was kann ich zu Hause beantragen, wo kann ich in meiner Pflegefunktion Unterstützung und Entlastung finden? Was brauchen und wünschen Sie im Alltag?

Betreuung zu Hause - Unterstützung und Richtlinien für Verwandte

Das Entstehen von Pflegebedürfnissen bei Menschen ist nicht nur die damit einhergehende Ohnmacht der Erkrankten. Auch die fürsorglichen Verwandten sind für Hinweise, Ratschläge und Unterstützung bedankt. Durch die Kompetenzen und Hinweise des mobilen Pflegepersonals wird einer möglichen Überlastung der Verwandten entgegengewirkt. Es gibt jedoch noch viele andere Ressourcen, die dem fürsorglichen Familienmitglied zur Seite gestellt werden, um sie in jeder Beziehung zu fördern.

Der Entschluss, Verwandte in ihrer vertrauten Umwelt oder in der Umwelt ihrer pflegebedürftigen Verwandten zu betreuen, ist nicht nur der Beginn einer völligen Veränderung im Alltag. Dabei ist es besonders darauf zu achten, nicht auf die Drahtseilakt zwischen Familienpflege und unbarmherziger Überlastung zu fallen. Auf diese Weise erhalten Sie von uns wichtige Auskünfte. Pflegefonds und Gemeinden bieten nun Beratungsleistungen für pflegende Verwandte an.

Über die landesweite Pflegestützpunktdatenbank können diese so genannte Pflegeunterstützungspunkte für bestimmte Wohnorte abgerufen werden. Zudem gibt es mittlerweile in vielen Gemeinden eigene Betreuungsstellen. Die betroffenen Angehörigen haben hier die Gelegenheit, um Hilfe vor Ort zu bitten und wertvollen Rat zu erwirken. Neben diesen Beratungsangeboten wird es ab dem 1. Jänner 2016 weitere Hilfen für pflegebedürftige Familienangehörige gibt.

Sie haben einen Anrecht auf Einzelfallunterstützung und Betreuungsberatung durch die Pflegeversicherung. Auskünfte und Rechtsgrundlagen erteilt die Bürgerrufnummer des BMG. Die Pflegeversicherung ist ab Jänner 2016 dazu angehalten, pflegerische Verwandte und freiwillige Helfershelfer mit kostenfreien Krankenpflegekursen zu unterrichten. In der Regel werden diese Angebote in Kooperation mit Krankenpflegediensten und Pflegeschulen für ältere Menschen durchgeführt.

Ob als Gruppentraining oder einzeln zu Hause, diese Lehrgänge vermitteln ein umfassendes Praxiswissen, das den Pflege- und Betreuungsalltag erleichtern soll. Auch wenn es sich um eine wichtige Frage handelt, kann sie unübersichtlich oder nicht persönlich sein. In organisierten Selbshilfegruppen oder Angehörigengruppen zum individuellen Austausch besteht die Chance, auf gleichem Niveau wichtige Hinweise zu erhalten.

Behindertenverbände beraten und tauschen Erfahrungen bei besonderen Behinderung aus. Krankenschwestern und Krankenpfleger können über kommunale Sozialverbände, aber auch über Pflegeeinrichtungen und Beratungszentren krankheits- und behindertenspezifische Gesprächsrunden auffinden. Die häusliche Pflege erfordert zweifellos nicht nur viel emotionalen und körperlichen Aufwand, sondern auch Kosten. Eventuelle Finanzhilfen erhalten Sie bei den Pflegeversicherungen, den Krankenversicherungen und dem Sozialversicherungsamt.

Hierzu zählen die kostenlose Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland für den Betreuten und seine Begleitung sowie Ermäßigungen bei den Krankenversicherungen. Wird der Pflegebedarf von Morbus Bechterew oder geistiger Beeinträchtigung begleitet, ist die Pflegeversicherung bis zu 280 EUR für die Pflegekosten aufzubringen. Sie haben die Möglichkeit, zwischen planmäßiger und regelmäßiger Gruppenpflege oder individueller Stundenpflege zu Hause zu wählen.

Die Pflegeversicherung und die Stützpunkte bieten Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten. Die fürsorglichen Verwandten brauchen auch eine Pause. Der Pflegekasse ist für 8 Kalenderwochen pro Jahr die Übernahme der Pflegesätze in einer Einrichtung vorgesehen. Der Betrag der Ausgaben ist auf 3.224 EUR beschränkt - und betrifft die Reinpflege.

Dies hat zur Folge, dass die Unterbringungs-, Verpflegungs- und andere Investitionskosten von den Patienten oder Betreuern selbst zu tragen sind. Bei Ferien oder Erkrankungen des betreuenden Familienmitglieds gibt es auch die Prävention. Die Ersatzkrankenschwester kommt für einen kurzen Zeitraum in die Wohnung oder Einrichtung des Patienten, um den Verwandten zu wechseln.

Die Krankenpflegeversicherung gewährt unter gewissen Bedingungen und für einen Zeitraum von höchstens 6 Kalenderwochen finanzielle Unterstützung für diese Pflege. Jeder Mitarbeiter, der einen Verwandten betreut, bekommt eine so genannte Stillzeit von höchstens sechs Monate. In dieser Zeit der Pflege bekommt der Verwandte kein Einkommen. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in Teilbeträgen nach Ablauf der Inanspruchnahme.

Allerdings haben nur Mitarbeiter eines Betriebes mit mehr als 15 Mitarbeitern Anrecht auf diese Zeit. Bei einem akuten Pflegebedarf und dessen Gestaltung hat jedes Mitglied die Chance, von seinem Dienstgeber 10 Tage freigestellt zu werden. In der Krankenpflegeversicherung werden rund 90 % des Nettolohns (aus Beitragszahlungen) als sogenannte Pflegeunterstützungsgelder gezahlt.

Die finanzielle sowie beratende Unterstützung und Information sind nur beispielhaft aus dem großen Fundus, der den betroffenen Familienangehörigen zur Verfuegung steht. Jeder, der die Pflege eines Verwandten übernommen hat, ihn zu Hause betreut, hat viele Fragestellungen und braucht vor allem am Beginn viel Unterstützung.

Familienpflege ist eine zeitraubende und lästige Arbeit, bei der niemand allein sein will. Nutzen Sie die umfassenden Beratungsmöglichkeiten und die vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten für diese Aufgabenstellung. Diese sind eine wichtige Unterstützung - sowohl für das fürsorgliche Familienmitglied als auch für die Bedürftigen selbst.

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