Vaskuläre Demenz Therapie

Gefäßdemenztherapie

Etwa jeder fünfte Demenzkranke wird durch Durchblutungsstörungen verursacht. Vaskuläre Demenz ist nicht heilbar, kann aber unter Umständen günstig beeinflusst werden. Der Fokus liegt auf der Eliminierung der Risikofaktoren, die das Fortschreiten der vaskulären Demenz fördern. Nach Brigitte M. Gensthaler / Vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Form der Demenz nach der Alzheimer-Krankheit.

Kein Therapieempfehlung für Anti-Demenz-Medikamente!

Gefäß-Demenz

Etwa jeder fünfte Demenzkranke wird durch Kreislaufstörungen verursacht. Vaskuläre Demenz ist damit nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste Demenz. Vaskuläre Demenz ist nicht zu heilen. Vaskuläre Demenz kann leicht mit dem Begriff der Alzheimer Demenz verwechselt werden: Viele Betroffene scheinen verunsichert, weil es ihnen schwer fällt, kohärent zu sprechen, aufzupassen und sich zurechtzufinden.

Bei der Gefäßdemenz hingegen kann das Erinnerungsvermögen wesentlich besser als bei der Alzheimer-Krankheit aufrechterhalten werden. Experten gehen davon aus, dass der Ablauf einer Gefäßdemenz unter anderem davon abhängig ist, ob es sich um einen einzigen Schlaganfall oder mehrere kleine Schlaganfälle handelt. Dementsprechend sieht zum Beispiel die ganze Familie den Wandel der Erkrankten.

Als Konsequenz daraus variiert die mentale Leistung der Erkrankten. Dies hat oft nicht nur Auswirkungen auf die mentale Leistung. Die physische Konsequenz einer Gefäßdemenz kann sein, dass der Bewegungsablauf unruhig wird oder die Betreffenden den Drang zum Wasserlassen nicht mehr unter Kontrolle haben. Ein Arztbesuch wird, wie bei allen Demenzerscheinungen, empfohlen.

Die vaskuläre Demenz ist wie die Alzheimer-Krankheit nicht zu heilen. Trotzdem ist es notwendig, mit der Therapie zu starten. Von den ersten Krankheitssymptomen bis hin zu Therapie, aktuellen Forschungen und Vorbeugung bietet die German Stroke Foundation Informationen zum Krankheitsbild des Schlaganfalls.

Gefäßdemenz: Risiken

Eine vaskuläre Demenz tritt als Ergebnis von Kreislaufstörungen im Hirn auf. Es ist die am zweithäufigsten auftretende Demenz nach der Erkrankung. Beide Formen der Demenz werden oft durcheinander gebracht. Hinzu kommen gemischte Formen beider Demenzen. Lernen Sie mehr über vaskuläre Demenz: Ursache, Symptome, Diagnose, Therapie und Vorhersage! Vaskuläre Demenz" wird durch eine Störung der Durchblutung des Gehirngewebes verursacht.

Abhängig vom Wirkmechanismus dieser Kreislauferkrankung unterscheidet der Arzt zwischen verschiedenen Arten der vaskulären Demenz. Danach gibt es beispielsweise eine Multi-Infarkt-Demenz, die durch mehrere kleine zerebrale Infarkte (Schlaganfälle) verursacht wird. Andere Arten sind subkortikal vaskuläre Demenz und Mischformen (kortikal und subkortikal) vaskuläre Demenz. Vaskuläre Demenz macht etwa 10 bis 15 Prozentpunkte aller Demenzen aus.

Etwa 20-prozentig sind weitere gemischte Formen von Gefäß- und Demenzkrankheiten. Demenzkranke Menschen haben Schwierigkeiten, kohärent zu reden, gut zu zuhören und sich zurechtzufinden. Vaskuläre Demenz ist auch mit fokalen neurologischen Defiziten (verursacht durch zerebrale Infarkte) verbunden: zum Beispiel können Hemiplegie, Gangstörungen und erhöhte Muskelreflexe auftauchen.

Möglich sind auch Blasenentleerungsstörungen (Miktionsstörungen) in Gestalt von zwingendem Wasserlassen oder incontinence. Durch vaskuläre Demenz werden die Personalität und das soziale Verhalten nicht beeinflusst. Die vaskuläre Demenz wird durch eine unzureichende Durchblutung des Gehirns (zerebrale Ischämie) verursacht, die zum Tod der Nervenzelle führt. Bei der klassischen vaskulären Demenz handelt es sich um eine Multi-Infarkt-Demenz: Sie tritt auf, wenn mehrere Gehirninfarkte (ischämische Schlaganfälle) simultan oder zu unterschiedlichen Zeiten auftreten und eine bestimmte Menge an Neuronengewebe zum Sterben bringen.

Die vaskuläre Demenz wird in anderen FÃ?llen durch einen einzigen, teilweise sogar kleinen Herzinfarkt an einem strategischen Ort (z.B. dem Thalamus) ausgelöst, der zu einer Unterbrechen der Bahnen fÃ?hrt. Ärzte bezeichnen dies als "strategische Infarktdemenz". Ärzte reden von subkortikaler Gefäßenzephalopathie (SVE). Die vaskuläre Demenz ist bei einigen Patientinnen und Patienten das Ergebnis kleiner oder großer Gehirnblutungen.

Von einer " hämorrhagischen Demenz " wird dann gesprochen. Es gibt andere, seltener auftretende Demenzen. Die vaskuläre Demenz wird durch unterschiedliche Ursachen gefördert. Wird eine vaskuläre Demenz (oder eine andere Form der Demenz) vermutet, bespricht der Mediziner zunächst die Vorgeschichte mit dem Betroffenen und oft auch mit Verwandten (Anamnese): Er wird die Symptome beschreiben lassen und nach gegenwärtigen oder vorhergehenden Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Hirngefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Blutfettwerden und Zuckerkrankheit fragen.

Auch der Nikotin- und Alkoholverbrauch des Kranken wird untersucht. Die Ärztin oder der Ärztin stellt auch die Frage, inwieweit der/die PatientIn physisch tätig ist und ob er/sie irgendwelche Arzneimittel eingenommen hat. Wird eine vaskuläre Demenz vermutet, überprüft der behandelnde Arzt den kardiovaskulären Zustand (Blutdruck, Herztätigkeit, Herzgeräusch, Herzgrösse usw.) und den Neurologiestatus (Tastsinn und Gleichgewicht, Koordinierung, motorische Funktion und Stärke sowie Reflexe) besonders schonend.

Der neuropsychologischen Abklärung kommt auch bei der Diagnostik der vaskulären Demenz eine besondere Bedeutung zu. Zur Erkennung der Störung der Hirnleistung werden diverse Testreihen ( "Demenz-Tests") durchlaufen. Allerdings sind diese Mängel bei der vaskulären Demenz sehr ungleichmäßig. Die bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) sind wichtige Hilfsmittel, um andere Krankheitsursachen auszugrenzen.

Die charakteristischen Gewebsveränderungen zeigen auch an, welche vaskuläre Demenz-Variante vorhanden ist, z.B. Multi-Infarkt-Demenz oder Demenz als Folge eines Infarktes in wesentlichen Teilen des Gehirns (strategischer Infarkt). Wird eine vaskuläre Demenz vermutet, wird auch eine Blutentnahme des Betroffenen routinemässig mitverfolgt. Bluttests zeigen auch andere Ursachen für Demenz (z.B. Hypothyreose oder Leberfunktionsstörungen).

Vaskuläre Demenz kann mit unterschiedlichen genetischen Gefäßkrankheiten in Verbindung gebracht werden. Diese genetischen Tests sollten jedoch nur bei Vorliegen eines begründeten Verdachts vorgenommen werden. Vaskuläre Demenz kann nicht kausal behandelt werden. Zur Linderung der Beschwerden können jedoch verschiedene therapeutische Maßnahmen eingesetzt werden. Es gibt keine zugelassenen Arzneimittel gegen vaskuläre Demenz, deren Wirkung nachweisbar ist.

In Einzelfällen werden medikamentöse Behandlungen der psychischen Beschwerden durchgeführt. Da solche Zubereitungen keine spezielle Genehmigung für vaskuläre Demenz haben, werden sie hier im "off-label-use" eingesetzt. In manchen Fällen sind Acetylcholinesterasehemmer und Memantin bei der vaskulären Demenz behilflich. Sie werden als Anti-Demenz-Medikamente vor allem bei der Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Außerdem gibt es Belege dafür, dass ein gewisser Ginkgoextrakt (Ginkgo biloba EGb761) bei der vaskulären Demenz wirkt.

Darüber hinaus sollten die relevanten Risiken für Gefäßschädigungen und grundlegende Gefäßerkrankungen (wie z. B. erhöhter Blutfettwert, hoher Blutdruck usw.) mit entsprechenden Arzneimitteln therapiert werden. Vaskuläre Demenz sollte, wie andere Formen der Demenz, auch in nicht-pharmakologischer Hinsicht therapiert werden. Zum Beispiel können kognitive Übungen, Ergotherapie, Musiktherapie und Tanztraining bei Demenz hilfreich sein. Nicht medikamentöse Eingriffe sind auch für vaskuläre Risiken und Grundkrankheiten von Bedeutung.

Zum Beispiel wird der Doktor den Betroffenen raten, mit dem Tabakkonsum aufzuhören und ihre Diät zu ändern (weniger Tierfette, mehr Pflanzenfette, etc.). Vaskuläre Demenz ist nicht einheitlich - die zugrundeliegenden Erkrankungsmechanismen können sehr verschieden sein. Die Beschwerden kommen in der Regel schlagartig (vaskuläre Demenz nach einem Schlaganfall) und verschlimmern sich oft in Etappen.

Einige Formen der vaskulären Demenz kommen aber auch nur schleppend voran. Der Verlauf der Erkrankung (wie auch die Symptome) wird auch dadurch beeinflusst, dass nicht immer eine reine Gefäßdemenz auftritt. Häufig kommt es zu einer gemischten Form, z.B. Alzheimer Demenz und vaskuläre Demenz. In der Regel wird die Lebensdauer der Betroffenen in vielen FÃ?llen verkÃ?rzt.

Gefäßdemenz-Patienten versterben häufig an Krankheiten wie Lungenentzündungen, Schlaganfällen oder akuten Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (akutes Koronarsyndrom).

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