Was tun bei Demenz bei Angehörigen

Demenz bei Angehörigen

Doch sind das schon die ersten Anzeichen einer Krankheit wie Demenz? Die folgenden Warnsymptome können auf eine beginnende Demenz hinweisen. Was wir wahrnehmen oder tun oder was uns in den Sinn kommt? Diese stoßen aber oft an ihre Grenzen. Es gibt sowieso nichts, was wir tun können.

Verrückte und verrückte Kinder - was tun?

Laut Bundesgesundheitsministerium gibt es in Deutschland rund 1,5 Mio. Menschen mit Demenz, zwei Drittel sind zuhause. Sie werden von Angehörigen und Betreuungsdiensten gepflegt. Im Jahr 2050 könnte sich die Anzahl der Demenzkranken jedoch auf drei Mio. Menschen erhöhen. Was, wenn die Probleme über den Köpfen der fürsorglichen Familienmitglieder hinweggehen, wenn Mama, Papa oder Lebenspartner sie nicht mehr wiedererkennen, in der Nacht keine Stille spüren und immer wieder durch die Wohnungen bummeln?

Allerdings ist der Familienalltag so stark von Demenz gekennzeichnet, dass sie zunehmend an ihre eigenen Leistungsgrenzen stößt. So wie Anne, die ihre Mama aufnahm, oder Dorte, die ihre Mama nicht allein lässt, um sich um ihren verworrenen Vater zu kümmern. Trotzdem hebt sie hervor: "Ich kann mir nicht ausmalen, meinen Mann in ein Haus zu stecken."

Der Schriftsteller Burkhard Plemper hat erforscht, welche Schwierigkeiten der häusliche Alltag birgt und welche Möglichkeiten es gibt. Der Dokumentarfilm soll zeigen, wie Pflegekräfte entlastet werden können, Menschen mit Demenz ein gutes Dasein führen können und sie nicht vor der Außenwelt verbergen.

Initiierung Leipzig e.V.

Patientenleitfaden Demenz (Stand 2005) (mit Genehmigung der Redaktion der Uni Witten/Herdecke). Eine kurze Einführung in die Demenz findet sich unter "Onmeda. de" Die einzelnen Abschnitte sind wie folgt aufgebaut: 1. 1 Wie bestimmt der behandelnde Arzt, dass es sich um eine Demenz handeln kann? Wie wird der Betreffende über seine Krankheit informiert?

Die Patientenaufklärung wendet sich an Menschen, die Menschen mit Demenz betreuen und betreuen oder selbst an Demenz leiden. Es soll helfen, die Gründe, Frühsymptome, typischen Symptome und Verhaltensveränderungen sowie Möglichkeiten der Untersuchung und Behandlung von Demenz besser kennenzulernen und zu begreifen. Vor allem bei Geistesabwesenheit, Vergessenheit oder Naturveränderungen wird oft die Frage gestellt, ob dies ganz normal Alterungserscheinungen oder Anzeichen einer zu behandelnden Krankheit sind.

Die Demenzkranken und ihre Angehörigen sind mehr als andere Krankheiten mit Änderungen zu kämpfen, die vor allem ihr eigenes Benehmen und ihre eigene Person beeinflussen. Durch den Wegfall besonderer geistiger Leistungen finden sich die Demenzkranken im täglichen Leben nicht mehr zurecht. Das ist eine große Aufgabe für die Angehörigen. Zur Lesefreundlichkeit des Textes wird auf die Nennung von (Fach-)Begriffen in weiblichen und männlichen Formen verzichtet.

Was ist Demenz? Die Demenz ist ein Oberbegriff für eine große Zahl von Krankheiten. Alle Subtypen der Demenz haben gemein, dass sie zu einem Abbau spezieller mentaler Kompetenzen (Intelligenz) führt. Demenzkranke Menschen können damit ihre täglichen Arbeiten nicht mehr nachvollziehen. Demenz ist kein normales Zeichen des Alters, das jeden mehr oder weniger stark trifft, sondern eine Krankheit, die typisch im hohen Lebensalter vorkommt.

Demenzerkrankungen haben vielfältige Gründe. Allein in Deutschland sind rund 1 Mio. Menschen an Demenz betroffen. Davon sind 700.000 an der Alzheimer-Krankheit leidet, die nach und nach bestimmte Bereiche des Hirns zerstört. In etwa 200.000 Fällen ist das Hirn durch Kreislaufstörungen (vaskuläre Demenz) nachhaltig beschädigt.

Alzheimerdemenz: Die Alzheimer-Demenz wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert vom bayerischen Neurologen Alois in allen Einzelheiten erforscht und 1907 zum ersten Mal als selbständige Krankheit bezeichnet. Derzeit wird an der Erforschung von Fragestellungen zu gentechnischen (d.h. genetischen) Beeinflussungen, der Ablagerung kleiner, störender Teilchen (Beta-Amyloid) in gewissen Hirnarealen, dem Einfluß der Hormone (insbesondere des weiblichen Sexualhormons Östrogen), dem Fehlen von Neurotransmittern und entzündlichen Prozessen im Hirn gearbeitet. 2. 2 Gefäßdemenz: Diese Demenzform wird durch viele kleine, manchmal unbemerkt auftretende Hirninfarkte hervorgerufen.

Sie sind besonders für die Steuerung von Gedächtnis, Sprach- und Lernvermögen mitverantwortlich. Diese können zwar von Mensch zu Mensch und im Laufe der Zeit stark variieren, doch die meisten Menschen haben Sprachstörungen, Gefühlsschwankungen, epileptische Krampfanfälle und Lähmungen an einer Seite des Körpers oder an Armen und Beinen.

Signifikant gesteigerte Blutfettwerte (Cholesterin), Rauch, Zucker, hoher Blutdruck, Bewegungsmangel. 9 von 10 dementen Patienten sind an der Alzheimer-Krankheit oder vaskulärer Demenz erkrankt. Die anderen Demenzerkrankungen: Es gibt neben der Alzheimer-Krankheit und der Gefäßdemenz weitere Krankheiten, die mit demenzartigen Symptomen verbunden sind. Bis heute sind etwa 50 Krankheiten bekannt, die eine Demenz verursachen oder vorgeben.

In der Endphase kann sich eine demenzartige Krankheit ausbilden ("Wernicke-Korsakow-Syndrom"). Drei von zehn Patienten mit Demenz erleiden steife Bewegungsabläufe, wie wir sie von der Parkinson-Krankheit her kenn. Das heißt aber nicht, dass die Parkinson-Krankheit auch bei den Erkrankten vorgekommen ist. Beim Parkinson-Syndrom kommt es in der Regel zu starren Bewegungsabläufen (Strenge) zusammen mit unwillkürlich auftretenden rhytmischen Erschütterungen der Hand (Tremor) und einer allgemeinen Bewegungssteifigkeit (Akinesie), die für demente Patienten unüblich ist.

Die Parkinson-Krankheit mit einem besonders schweren Krankheitsverlauf kann das Hirn jedoch so stark beeinflussen, dass bei den Betreffenden demenzähnliche Symptome auftauchen. Die seltene Form der Demenz schädigt Teile des Hirns durch die Ablagerung von kleinen Proteinpartikeln (Lewy-Körper). Diese Beläge hindern das Hirn daran, in den betreffenden Gebieten richtig zu funktionieren. Die Pick-Krankheit ist eine Form der Demenz, die alle durch den Zusammenbruch von Nervenzelle in der Stirn und im Bereich der Schläfen des Hirns verursacht wird.

Gegenüber anderen Formen der Demenz steht hier die Veränderung der Person und des sozialen Verhaltens (Antriebsminderung, Enthemmung) im Mittelpunkt. Die Betroffenen sind also weniger durch "Vergesslichkeit" als durch "seltsames Verhalten" gekennzeichnet. Warum bekommen Sie Demenz? 2.1 Was sind die häufigste Ursache für Demenz? Demenzerkrankungen haben vielfältige Gründe.

Etwa 7 von 10 Demenzen werden durch Alzheimer verursacht. Rund zwei von zehn Demenzpatienten leiden an Kreislaufstörungen im Hirn (vaskuläre Demenz) (siehe 1.2). In den seltenen Spezialformen der Demenz wird die Hirnschädigung unter anderem durch den Konsum von Alkoholika oder die Abscheidung von kleinen, störenden Eiweißpartikeln in gewissen Bereichen des Hirns verursacht.

Wie verbreitet ist Demenz? Demenz tritt vor allem in der zweiten Hälfte des Lebens auf, in den meisten FÃ?llen nach dem vollendeten 65. von uns. Heutzutage steigt die Gefahr des Alterns und der Entwicklung von Demenz mit dem Lebensalter. Einige Experten glauben, dass dies der "soziale Preis" für unsere erhöhte Lebensdauer ist, und so weckt der Ausdruck "Demenz" vergleichbare Befürchtungen und Repressionsmechanismen wie "Krebs" oder "AIDS".

Über die Hälfe der Demenzkranken leiden an Morbus Bechterew, das sind rund 700.000 Menschen in Deutschland. Betroffene und ihre Angehörigen haben mit vielen anderen ihr eigenes Los. Vor allem die Alzheimer-Demenz ist daher eine Krankheit älterer Menschen; sie ist kein normales Zeichen des Alterns. Ist Demenz erblich?

Die Demenzgefahr ist bei Angehörigen ersten Grades etwas größer als bei der restlichen Population. Allerdings ist es für mehrere Familienmitglieder rar, an Demenz zu leiden (Ausnahme siehe unten). In der Frühphase des Erwachsenenalters kann eine gewisse Art von Demenz auftauchen. Die Demenz basiert auf einer Änderung des Genoms (der Gene) und kann - muss aber nicht - an die betroffenen Patienten weitergereicht werden.

Daher ist es möglich, dass mehrere Familienangehörige in dieser früher vorkommenden Krankheitsform krank werden. Glücklicherweise ist diese Art der Demenz äußerst rar. Was ist der Verlauf einer Demenz? Das Gedächtnis sinkt bei Demenz-Patienten, aber auch die Klarheit des Denkens und die Auffassungsgabe.

Dies verändert das Benehmen der Erkrankten und die Behandlung von Demenzkrankheiten wird für die Angehörigen zu einer schweren Unterfangen. Typisch sind Warnsignale; wenn mehrere gleichzeitig auftreten, sollte die betreffende Person von einem Facharzt behandelt werden. Demenzkranke können nicht nur den Kochtopf auf dem Ofen außer Acht lassen, sondern auch, dass sie zubereitet haben.

Demenzkranke Menschen können oft nicht mehr an simple Wörter denken, sondern benutzen unangemessene Füllwörter. Menschen mit Demenz können auf ihren eigenen Straßen herumstehen und wissen nicht mehr, wo sie sind, wie sie hingekommen sind und wie sie wieder nach Haus kommen. Beim Demenzkranken ist die Wahl der Bekleidung teilweise vollkommen abwegig.

Demenzkranke können oft weder Ziffern klassifizieren noch vereinfachen. Demenzkranke Menschen können jedoch Objekte an vollkommen ungeeigneten Orten platzieren, wie zum Beispiel ein Eisen im Kühlraum oder eine Uhr in der Zuckerschale. Demenzkranke können sehr plötzlich in ihrer Laune fluktuieren, oft ohne ersichtlichen Anlass.

Beim Demenzkranken kann eine sehr starke Persönlichkeitsveränderung schlagartig oder über einen langen Zeitabschnitt erfolgen. Demenzerkrankte Menschen können den Antrieb in ihrer Tätigkeit und das Hobby völlig einbüßen, ohne Spaß an neuen Tätigkeiten zu haben. Was sind die Stadien der Alzheimer-Krankheit? Im weiteren Verlauf der Krankheit verändert sich auch das Aussehen der Alzheimer-Krankheit.

Dennoch lassen sich bei nahezu allen Patienten drei Stadien der Erkrankung mit vergleichsweise typischer Symptomatik ausmachen. Frühstadium: Änderungen in diesem Frühstadium fangen oft mit Kurzzeitgedächtnisstörungen an. Zugleich leidet die Sprachkompetenz der meisten Beteiligten an Genauigkeit. Typischerweise können sich die Betreffenden nicht mehr an gewisse Wörter merken und statt dessen andere unangemessene Wörter oder Idiome verwenden; gelegentlich kann die Bedeutung noch abgeleitet werden, wenn z.B. Bücher statt Zeitungen gesagt werden.

Mittlere Phase: Die ersten Anzeichen sind in dieser Phase noch ausgeprägter. Die Betroffenen orientieren sich nicht mehr in einer fremden und letztlich vertrauten Umwelt und sind auf Hilfe im Bad, auf der WC, beim An- und Ausziehen und beim Essen abhängig. Zu diesem Zeitpunkt verschwindet oft die Erinnerungen an vergangene Erlebnisse.

Zum Beispiel kann es passieren, dass Menschen in der Nacht durch die Wohnungen wandern, am Tag aber nur einschlafen oder einnicken. Spätstadium: In allen Bereichen des Alltags ist jetzt Unterstützung gefragt. Sie ist auf wenige Wörter begrenzt, die oft nicht mehr aussagefähig sind. Nur in diesem Zustand ist die Hirnschädigung so weit vorangeschritten, dass der Organismus nicht mehr richtig gesteuert werden kann.

Schluckbeschwerden können z.B. zu Entzündungen der Luftwege und häufig zu einem Sturz der Demenz führenden Personen fÃ?hren. Bei den meisten Menschen, die an einer Pneumonie erkrankt sind, kommt es zu einem späteren Zeitpunkt zum Tod. In Einzelfällen kann die Alzheimer-Krankheit jedoch schneller oder wesentlich verlangsamt fortschreiten. Wie kann der Doktor feststellen, dass es sich um eine Demenz handeln kann?

Das ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass es sich um Demenz handeln kann. Menschen mit Demenz sind oft nicht in der Lage oder nicht bereit, einen Doktor zu sehen. Die Angehörigen sind hier gefordert - sie können den Patienten zum Besuch eines Arztes ermuntern und ihre Beschreibungen können dazu beitragen, die Anamnese aufzuzeichnen. Die meisten von ihnen beurteilen ihre Möglichkeiten nicht.

Mit diesen Untersuchungsverfahren können die Gründe für eine Demenz festgestellt werden. Sie können mit Ihrem Hausarzt klären, welche Prüfung für Sie oder Ihr Familienmitglied Sinn macht. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach dem Status und den Ergebnissen der vorgenommenen Vorsorgeuntersuchungen und den Möglichkeiten der Demenz. Demenz-typische Anzeichen der Krankheit sollten, wie bei jeder anderen Krankheit auch, identifiziert werden, was sie verursacht hat und wie sie am besten zu behandeln sind.

Bei Unklarheiten ist es für die Angehörigen möglich, sich professionell beraten zu lassen, sich an eine Alzheimer Beratungsstelle zu wenden, sich über die Anschriften von Experten zu erkundigen, sich über rechtliche und finanzielle Unterstützung zu erkundigen etc. Wenn Sie mehrere der unter Punkt 3.1 genannten Frühsymptome festgestellt haben, ist es notwendig, so frühzeitig wie möglich zu bestimmen, ob es sich um eine Demenz handeln kann, denn: einige weniger verbreitete Formen der Demenz können behandelt werden, z.B. durch Depression, Medikamenteneinnahme, Erkrankungen der Schilddrüse oder einen Vitaminmangel.

werden die Chancen erhöht, die zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen zu nutzen die Ungewissheit wird erhöht mehr Zeit bleibt für die Planung der zukünftigen Entwicklung - die Lebensbedingungen der Erkrankten und ihrer Angehörigen können so weit wie möglich gesteigert werden. Kein einziger Nachweis kann die gebräuchlichste Demenz, die Alzheimer-Krankheit, zuverlässig nachweisen.

Das Standardverfahren beinhaltet eine gründliche Untersuchung der betreffenden Person und ihrer Angehörigen, eine physische Prüfung und Versuche zur Aufzeichnung ihres Gedankens, Verstehens und ihrer Einordnung. Anamnese: Hier fragt der Mediziner nach akuten körperlichen und geistigen Änderungen, Medikamenteneinnahme, früheren Krankheiten und häufigen Krankheiten in der Angehörigenfamilie des Erkrankten.

Die Familienmitglieder werden auch nach ihren Bemerkungen angefragt. Bewertung der Gehirnleistung: Aufgabenstellungen, bei denen der Erkrankte über alltägliche Dinge (z.B. Orte und Daten) befragt wird, bei denen er sich mit einfachen Berechnungsaufgaben auseinandersetzen muss oder Fähigkeiten nachweisen muss, ob Orientierungsvermögen, Erinnerungsvermögen oder praktische Fähigkeiten eingeschränkt sind. Neurochirurgische Untersuchungen (Untersuchung des Nervensystems): Eine eingehende neurochirurgische Prüfung (= des Nervensystems) soll die Ursache von Demenz im Nerven- und Gehirnbereich ausschließen.

Blut und Urintests können auf die seltenen, behandelbaren Demenzursachen hinweisen. Wie wird der Betreffende über seine Krankheit informiert? Das ist besonders bei einer Demenz von Bedeutung, da es unter UmstÃ? Ein herausragendes Beispiel für den aufgeschlossenen Ansatz bei Demenz ist der frühere amerikanische Staatspräsident Ronald Reagan, der seine Krankheit nach der (Früh-)Diagnose (Feststellung der Krankheit durch den Arzt) anerkennt.

Actor Charlton Heston ist ebenfalls an Alzheimers Krankheit erkrankt. Dennoch werden die Diagnose der Krankheit (Diagnosemeldung) und die Diskussion der Befunde mit dem Erkrankten im Falle einer Demenz noch sehr verschieden behandelt. Möglicherweise ist es auch logisch, nicht alles auf einmal zu erläutern und zu fragen, ob der Betreffende mehr wissen möchte.

In der Regel dürfen Angehörige nur mit Zustimmung des Betroffenen informiert werden. UnabhÃ?ngig von der Medikation gibt es viele gÃ?nstige Voraussetzungen, die die Lage des Betroffenen und seiner Angehörigen vereinfachen können - diese Voraussetzungen sind zum einen im Pflegebereich und zum anderen in der Ausgestaltung des hÃ?uslichen und gesellschaftlichen Umfelds gegeben (siehe 5).

Beschwerden wie Harnblasenschwäche (Harninkontinenz), Druckgeschwüre (Dekubitus) (siehe auch Patientenleitfaden zur Vorbeugung von Druckgeschwüren) und Ess- und Schluckbeschwerden sind für Verwandte mit großen Problemen, für die sie Hilfe brauchen. Die sogenannten nichtmedikamentösen Massnahmen können in allen Phasen der Demenz angewendet werden. Diese sind für Verwandte und Betroffene nützlich und können nicht durch Arzneimittel ersetzt werden.

Bei Demenz können Behandlungsverfahren aus den Gebieten Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie helfen. Die folgenden Behandlungsoptionen wurden eigens für Patienten mit Demenz aus den oben erwähnten Gebieten erarbeitet. Besonders vielversprechend sind viele der Aufgaben für Erinnerung und Selbstbeherrschung - aber auch für Alltagssituationen und Bewegungen -, wenn sich die Erkrankten während der Übung physisch fortbewegen.

Musik-Therapie unterstützt Betroffene dabei, ihre eigenen Empfindungen und Beschwerden ohne Sprache auszusprechen. Ausbildung (SET)Bewahrung des eigenen Persönlichkeitswissens, z.B. durch ältere Bilder oder Erzählungen aus dem eigenen Lebenslauf, einsetzbar bis in die Mitte. Hier werden die Betreffenden von Angehörigen oder Betreuern betreut, z.B. durch Erinnerung an Termin (oder Jahreszeit), Uhrzeit und Standort.

Diese Ausbildung kann auch in der Gruppe stattfinden, aber nur in einem möglichst jungen Zeitalter. Therapieerinnerungen können durch altbekannte Fotos oder musikalische Werke wiederbelebt werden und die psychische Stimulation der Erkrankten stimulieren - individuell oder in der Gruppe. Milieu TherapieEin ganzheitliches Konzept zur Demenzbehandlung.

Hierzu gehört die Arbeit mit dem Betreffenden (Biografiearbeit, Selbstwertförderung), seinen Angehörigen und Pflegenden (Beratung, Ausbildung, Hilfe durch Tageskliniken), seinem Wohnumfeld (Anpassung von Wohnungen und Einsatz von Hilfsmitteln) und die Unterstützung, die auf mehreren Stufen beginnt, wie zum Beispiel die Entwicklung eines für alle Seiten vorteilhaften Tagesablaufs. 4.5. 2 Welche Arzneimittel werden bei Demenz eingenommen?

Hierfür gibt es mehrere Gründe: Einerseits ist die Auswirkung nicht immer eindeutig belegt, andererseits kann das Entstehen von unerwünschten Wirkungen unter bestimmten Voraussetzungen die Lebensbedingungen der Betroffenen erheblich mindern. Folgende Arzneimittel werden in der Behandlung zur Steigerung der Gedächtnisleistungen mit unterschiedlichen Erfolgen eingesetzt: Arzneimittel, die in den Anfangs- und Mittelstadien der Alzheimer-Krankheit eingenommen werden: Alzheimer:

Die häufigste Form der Demenz, die Alzheimer-Krankheit, ist der kontinuierliche Verlust von Nervenzelle - zunächst weitgehend unbeachtet über mehrere Jahre. Dies kann jedoch die Qualität des Lebens für einen gewissen Zeitabschnitt verbessern. Dass Denken und Gedächtnisverlust bei Demenz-Patienten ebenfalls mit einer Reduktion dieses Botenstoffs zusammenhängen.

Drogen in den Anfangs- und Mittelstadien der Alzheimer-Krankheit haben eine einheitliche Wirkungsweise: Dies erhöht die Acetylcholinmenge im Hirn, die bei der Alzheimer-Krankheit reduziert wird. Daher sollte die Behandlung nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt, dem Patienten und den Angehörigen anlaufen. Bei schwerwiegenden Stadien der Demenz sind diese Arzneimittel nicht mehr von nachweisbarem Vorteil, sondern aufgrund ihrer Nebenwirkung schädlicher.

Die folgenden drei aktiven Inhaltsstoffe zählen zur Wirkstoffgruppe der Cholinesterasehemmer: Für die Behandlung mit dem Medikament gibt es eine Vielzahl von Beweisen, dass sich die Hirnleistung bei Demenz-Patienten, die diesen aktiven Inhaltsstoff eingenommen haben, bessert. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Bei 10-17% der Patientinnen kommen sie vor. Es hat sich auch gezeigt, dass Galantamine die Gehirnleistung bei Demenz-Patienten verbessern kann, die diesen aktiven Inhaltsstoff mitnehmen.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Bei 13-17% der Patientinnen wurden Brechreiz, Emesis und Diarrhoe festgestellt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Rivastigmine die Gehirnleistung bei Demenz-Patienten erhöht, die dieses Medikament eingenommen haben. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Gastrointestinale Störungen kommen vor: Für die Hemmstoffgruppe der Cholinesterase trifft prinzipiell folgendes zu: Um die Begleiterscheinungen so niedrig wie möglich zu gestalten, sollte die Therapie mit kleinen Beträgen ("Einschleichen") beginnen und dann allmählich anwachsen.

Dabei ist es von Bedeutung zu wissen, dass die drei gerade genannten Arzneimittel im weit entwickelten Demenzstadium nicht mehr wirksam sind. Auch sie sollten nicht verwendet werden oder sie sollten eingestellt werden, wenn diese Phase durchlaufen ist. Im Falle von schwerwiegenden Folgen für den Patienten sind Leistung und Schäden sorgfältig abzuwägen und gegebenenfalls eine weitere Anwendung des Arzneimittels zu vermeiden.

Arzneimittel im Mittel- bis Fortgeschrittenenstadium der Alzheimer-Krankheit: Die Anwendung bei fortgeschrittener Demenz scheint Sinn zu machen. Wie bei den Hemmstoffen der Cholinesterase wird auch hier mit kleinen Dosierungen begonnen, die dann allmählich erhöht werden, um die unerwünschten Wirkungen so niedrig wie möglich zu gestalten. Folgende Seiteneffekte und Dosierungen sind am häufigsten:

Weil Gefäßdemenz durch viele kleine und unbemerkte Schläge hervorgerufen werden kann, werden Arzneimittel eingesetzt, um einen neuen Hirnschlag zu verhindern (sog. Sekundärprophylaxe). Es ist zwar nicht ganz eindeutig, ob ASS die Symptome der Demenz bessern kann, aber es hat sich gezeigt, dass es das Entstehen von neuen Schlaganfällen (und damit auch das Fortschreiten von Hirnschäden bei der vaskulären Demenz ) verhindern oder reduzieren kann.

Die häufigsten Begleiterscheinungen und Dosierungen: Zu viel "Blutverdünnung" kann zu Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes bis hin zu Magen-Blutungen und anderen Gerinnungsstörungen des Blutes fÃ?hren. Clopidogrel ist ebenfalls ein Antikoagulans und kann - wie Ticlopidine - zum Beispiel verwendet werden, wenn die Aufnahme von ASS nicht erträglich ist. Die häufigsten Begleiterscheinungen und Dosierungen: Gastrointestinale Störungen können auftauchen.

Der aktive Inhaltsstoff Ticlopidine ist ebenfalls ein Antikoagulans und wird - wie Clopidogrel - verwendet, wenn ASS nicht erwünscht ist. Die häufigsten Begleiterscheinungen und Dosierungen: Gastrointestinale Störungen können vorkommen, manchmal auch Hautallergik. Gerade wegen dieser Nebeneffekte empfehlen viele Fachleute von der Verwendung ab. Man geht davon aus, dass die Arzneimittel, die bei der Alzheimer-Krankheit hilfreich sein können, auch für Menschen mit einer vaskulären Demenz oder einer Mischform geeignet sind.

Experten sind sich über die nachfolgenden Medikamente nicht einig, wenn es darum geht, ihre Anwendung bei Demenz zu empfehlen: Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Sehr häufig kommen gastrointestinale Störungen oder Hautausschläge vor. Nimodipine dient der Behandlung von Formen der Demenz, die durch Kreislaufstörungen verursacht werden. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Bekannt sind Schwindel oder Schwäche, Senkung des Blutdrucks und eine Veränderung der Herzrate.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen und Dosierungen: Zu den bekannten Begleiterscheinungen gehören psychische und physische Unrast, Schlaflosigkeit und gastrointestinale Störungen. Insbesondere folgende Vitaminpräparate sollen den Verlauf der Demenz verlangsamen und die alltäglichen Symptome verbessern: Vitaminen wie Tocopherol, B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin), B12 (Cobalamin) und Folsäure. 2. Es ist daher besonders notwendig, dass Sie sich als Angehöriger mit Ihrem Hausarzt in Verbindung setzen, um sich über den eventuellen Behandlungsnutzen, die Vor- und Nachteile sowie über die Behandlungskosten der einzelnen Medikamente zu erkundigen.

Bei der Demenz kommt es durch die Abbauvorgänge im Hirn zu den für sie charakteristischen Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit und Selbsthaltung. Die meisten Menschen mit Demenz haben zusätzliche Verhaltensprobleme, die nicht nur für den Betroffenen unerfreulich sind, sondern auch bei Angehörigen und Betreuern zu Frustrationen anregen. Obwohl diese Verhaltensstörungen auch zum klinischen Bild der Demenz zählen, können sie durch die folgenden Gegebenheiten verursacht oder verschlimmert werden:

Häufig kann eine Änderung des gesellschaftlichen oder familiären Umfelds hilfreich sein, wie z.B. regelmäßiges Essen, häufige Bereitstellung von Getränke oder ausreichend Licht, Aktivität während des Tages, damit die Menschen in der Nacht schlafen (Schlafhygiene) (siehe auch 5.1). Teilweise müssen jedoch die Arzneimitteldosierungen verändert oder neue Arzneimittel eingenommen werden. 4.5. 4 Welche Arzneimittel wirken bei problematischem Verhalten?

Die oben geschilderten psychologischen Veränderungen, die für die Betroffenen, Angehörigen und Betreuerinnen und Betreuer ein Problem darstellen, sollten zunächst mit Veränderungen im gesellschaftlichen und familiären Kontext beantwortet werden (siehe 4.5. 1 und 5.1). Sie können wie alle Arzneimittel unerwünschte Wirkungen haben; z.B. steigert das Schlaganfallrisiko durch Risperdal®.

In der Regel können neue Beeinträchtigungen immer mit einer Nebenwirkung eines Arzneimittels zusammenhängen. Was kann ich als Verwandter tun? Die Demenz verändert das Benehmen und die Personalität der Erkrankten, ohne dass sie selbst etwas dagegen tun können. Das ist für die Angehörigen bedauerlich und mühsam.

Demenzkranke sind besonders von neuem Lernen und Erinnerungsvermögen betroffen, so dass sie durch zu ehrgeizige Ausbildung unter Umständen zu stark belastet werden. TherapeutInnen und Verwandte sollten die eingeschränkten Möglichkeiten der Bewältigung der Betroffenen in Betracht ziehen, ohne sie zu unterlasten. Praktisches Tun, gemeinsame Musik machen, Kunsthandwerk oder Wanderungen bringen Lebensfreude und Teilhabe.

Ausbildung und Betreuung von Angehörigen: Angehörigen, die einen Demenzpatienten versorgen und betreuen, wird es erleichtert, mit Verhaltensveränderungen umzugehen, wenn sie rechtzeitig und ausführlich über das klinische Bild und die sich daraus ergebenden eventuellen Änderungen aufgeklärt werden. Hier können Informationsveranstaltungen der Alzheimergesellschaft helfen. Umweltveränderungen: Bei Demenz-Patienten nehmen das Gedächtnis, das Denken und letztendlich auch die praktischen Fähigkeiten ab.

Dennoch können kleine Umweltveränderungen Sinn machen und eine mildernde Wirkung auf die Erregung und Verwirrung des Betreffenden haben. Es gibt dem Betreffenden die Möglichkeit, seine Empfindungen ohne Wort auszusprechen. Das ist besonders in einer Phase nützlich, in der die Kommunikation über die Fremdsprache immer schwerer wird. Was ist besonders wichtig beim Leben mit Demenzen?

10 GrundregelnDie Schwierigkeit im Umgang mit Erkrankten wird durch das Alter der Demenz, durch die äusseren Umstände, durch die Lebensumstände des Erkrankten, aber auch durch die Person und das Benehmen der Bezugsperson beeinflusst. Erkundigen Sie sich ausführlich über Demenz. Versucht nicht, den Betreffenden mit der Argumentation zu überreden.

Menschen mit Demenz haben eine andere Denkweise als solche, die nicht betroffen sind. Für die nötige Geborgenheit und Orientierungshilfe sorgen Informationstafeln, Farbmarkierungen, gut lesbare Armbanduhren, eine Informationstafel mit den wichtigen Informationen und eine ausreichend große Nachtbeleuchtung. Suche und Nutzung der von der Erkrankung verschonten Persönlichkeitsfelder und Fertigkeiten des Erkrankten. Auf diese Weise werden die meisten Demenzkranken behandelt.

Dieses Verhalten ergibt sich aus der Hilflosigkeit und Unsicherheit des Erkrankten. Vergesst euch nicht, wenn ihr euch zu Recht um die betroffene Person kümmert. Was ist bei der Körperpflege und Körperpflege von dementen Patienten zu beachten? Demenzkranke Menschen brauchen oft Unterstützung bei der Körperpflege und Körperpflege. Für die Beteiligten kann der Unabhängigkeitsverlust sehr unerfreulich sein, besonders wenn es um Intimhygiene geht.

Auf der einen Seite überwinden sie die engen Schranken ihrer Angehörigen und auf der anderen Seite müssen sie sich mit dem Widerstand der Beteiligten auseinandersetzen. Nachfolgend finden Sie einige Hinweise zur Vereinfachung der Körperpflege für Demenzen. Nicht alle Demenzkranken nehmen gern ein Bad. Krankenschwestern können den Betreffenden das Schwimmen vereinfachen, indem sie eventuelle Nachteile ausräumen: Die Krankenschwestern können das Schwimmen erleichtern:

Reden Sie mit dem Betreffenden, erzählen Sie ihm immer im Vorfeld, was Sie tun. Verleihen Sie dem Betreffenden ein gutes Sicherheitsgefühl durch z.B. rutschsichere Wannenschuhe und Griffe in der Wanne. Einige Menschen sind sich ihrer Blöße sehr wohl bewußt und können sich beim Baden sicher sein, wenn sie ein Tuch vor ihren Körpern haben.

Beim Haarewaschen das Eindringen von Feuchtigkeit in die Haut der betreffenden Person verhindern, ggf. ein Tuch zum Schützen mitnehmen. Toilettennutzung: Menschen mit Demenz haben oft ein unfreiwilliges Austreten von Urin und Stühlen. Bei erneuter Blasenschwäche sollten eventuelle Nebenwirkungen wie Blasenentzündungen oder Medikamente vom behandelnden Arzt ausgeklammert werden.

Nützlich für die Betroffenen: Diese erleichtern dem Betreffenden die Orientierung. Treten sie in regelmässigen Zeitabständen auf, sollten Sie den Betreffenden dazu ermuntern, frühzeitig auf die Toilette zu gehen. Achten Sie darauf, dass die betreffende Person keine Schwierigkeiten beim Ausziehen hat. Zahnärztliche Versorgung: Eine sorgsame Mundpflege ist für die Beteiligten mitunter eine große Aufgabe.

Häufig wird das Putzen der Zähne dadurch behindert, dass die Betreuungspersonen die Unterstützung verweigern. Du kannst der betreffenden Person mit einer kurzen, einfachen Anleitung aushelfen. Sollten Probleme auftauchen, weil der Betreffende den Zahn nicht aufmacht, können Sie sich vom Arzt unterstützen lassen. Es ist daher von großer Bedeutung, dass der individuelle Eigengeschmack der Erkrankten bei der Wahl der Kleidung beachtet wird.

Folgende Punkte können das An- und Auskleiden für Menschen mit Demenz erleichtern: Die Wahl wird vereinfacht, indem der Betreffende zwischen zwei Optionen wählen kann. Kleidungsstücke, die vom Betreffenden nicht an- und ausgezogen werden können, sind zu unterlassen. Bei allen Körperpflegemaßnahmen sollten nach Möglichkeit die Lebensgewohnheiten von Menschen mit Demenz miteinbezogen werden.

Wer dem Betreffenden hilft, sollte Geduld und Kreativität walten lassen. Wie sprichst du von Demenz? Bei Gesprächen mit Familie und Bekannten sollte klargestellt werden, dass Demenz nicht Teil eines gewöhnlichen Altersprozesses ist, sondern eine nicht-erbliche Hirnerkrankung, die das Erinnerungsvermögen, das Denken und das Benehmen beeinträchtigt.

Um so mehr Information Verwandte und Bekannte über Demenz haben, desto einfacher ist es für sie, die Betreffenden und Betreuer, sie zu ertragen. Demenz belastet pflegende Verwandte unvorstellbar. Bei Beratungszentren, z.B. der Alzheimer-Gesellschaften, besteht die Gelegenheit, sich in individuellen Gesprächen von Experten (Sozialarbeiter, Psychologen) über das klinische Bild und die damit zusammenhängenden Themen wie Rechts- und Finanzfragen, Förderangebote etc. umfassend und umfassend orientieren zu können.

Sie sind jedoch in der Regel nicht auf die besonderen Anforderungen von Demenzkranken und ihren Angehörigen, insbesondere für zeitaufwändige Leistungen, vorbereitet. Teilweise gibt es bereits sogenannte Helferkreise, die ausgebildete ehrenamtlich tätige Helfer gegen eine Spesenpauschale in die Familienhaushalte entsenden. Fragen Sie Ihre örtliche Alzheimer-Gesellschaft.

Die Demenzkranken werden in Pflegegruppen einen Tag lang von Freiwilligen und einem Spezialisten versorgt, so dass ihre Angehörigen für einige wenige Arbeitsstunden erlöst werden. Die Pflegeform wurde in den 1990er Jahren von den Angehörigen selbst erarbeitet und ist noch nicht flächendeckend zu haben. Fragen Sie die zuständige Alzheimergesellschaft ("Alzheimer-Gesellschaft") nach regionalen Angeboten.

Tageseinrichtungen sind für Pflegebedürftige gedacht, die von ihren Angehörigen am Tag nicht versorgt werden können, aber am Abend und am Ende des Tages zu ihren Familien wiederkehren. Ein gutes Zuhause sollte die Persönlichkeit des Pflegebedürftigen wahren, die Selbständigkeit unterstützen, für mentale Aktivität und physische Leistungsfähigkeit Sorge tragen und auf Verlangen Angehörige in die Betreuung miteinbeziehen.

Einige Häuser haben auch die Moeglichkeit, Demenz-Patienten fuer einige wenige Tage unterzubringen. Verwandte können davon profitieren, wenn sie reisen wollen oder selbst erkrankt sind. Bei Demenzkranken ist die Betreuung sehr zeitaufwendig und damit aufwendig. Seit dem 1. April 2002 bietet das Pflegeleistungsergänzungsgesetz (PflEG) auch Zusatzleistungen von bis zu 460 pro Jahr für "pflegebedürftige Patienten mit hohem allgemeinen Pflegebedarf", also vor allem Demenzerkrankungen.

Viele Demenzkranke benötigen Unterstützung beim An- und Ausziehen, bei der Körperhygiene, bei Hausarbeiten und anderen Alltagsaufgaben ab der Mitte. Wenn der Sachverständige feststellt, dass ein Pflegebedarf im Sinn des Krankenpflegeversicherungsgesetzes besteht, wird die betreffende Person einer von drei Versorgungsstufen zugewiesen. Aufgrund von Störungen der Orientierung müssen Demenzkranke oft ab dem Mittelstadium rund um die Uhr betreut werden.

Mit den drei Stufen der Demenz haben die drei Versorgungsstufen nichts zu tun! Übernehmen die Angehörigen die Betreuung selbst, haben sie bis zu 665 (in Level III) Betreuungsgeld pro angefangenem Jahr. Wenn die Angehörigen nicht in der Lage sind, die Versorgung selbst durchzuführen, ist es möglich, einen Ambulanzdienst mit der Betreuung zu betrauen.

Phase I: Stark pflegebedürftige Patienten können neben den oben genannten Dienstleistungen, sofern der Patient in eine der drei Versorgungsstufen eingestuft wurde und der ärztliche Service feststellt, dass er "pflegebedürftig" ist, bis zu 460 pro Jahr von den Krankenkassen für die Nutzung von Hilfsangeboten vergütet werden.

Beispiele für Hilfsangebote sind die ergänzende Nutzung von Tages- und Nachtbetreuung, die nicht durch die Nichtpflegeleistungen abgedeckt ist, aber auch - und das ist eine Neuerung - der Besuch von Pflegegruppen der Alzheimer-Gesellschaften und der Einsatz von HelferInnen. Häufigste rechtliche Problematik im Bereich der Demenz ist, dass der Patient immer weniger in der Lage ist, seine persönlichen Belange zu regeln, juristische Geschäfte abzuwickeln und Absichtserklärungen abzulegen.

Juristische Unterlagen über die Anliegen und Entscheide von Menschen mit Demenz sind von großer Bedeutung. So können die Angehörigen gesundheitliche und wirtschaftliche Belange im Interesse der betreffenden Person abklären. So lange der Betreffende noch seinen Wunsch zum Ausdruck bringen kann, sollte er an Entscheidungsprozessen mitwirken. 5.6. 1 Rechtsfähigkeit: Wer an Demenz erkrankt ist, kann durchaus rechtsfähig sein.

5.6. 2 Willensfähigkeit: Die Willenskraft wird auch nicht durch Demenz, z.B. im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer ärztlichen Heilstudie (wissenschaftliche Studie), beendet. Selbst im Frühstadium der Demenz sind die Reaktionsfähigkeit sowie die Beurteilung von Distanzen und Geschwindigkeit in der Regel stark eingeschränk. Die Betroffenen sollten daher kein Fahrzeug fahren.

Aus Gründen der medizinischen Vertraulichkeit ist es für Angehörige immer besser, sich beim Strassenverkehrsamt zu melden. 5.6. 4 Haftung: Demenz ist mit einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit verbunden. 5.6. 5 Schwerbehindertenausweis: Demenzkranke haben ein Anrecht auf die Schwerbehindertenanerkennung. Die Pflege kann durch einen Verwandten oder einen Unbekannten erfolgen.

5.6. 7 Vorsorgevollmacht: Eine solche wird nur empfohlen, wenn die betreffende Person über eine Vertrauensperson verfügt (ansonsten siehe Pflegehinweise unten). Diese Vollmachtsform ermöglicht es dem Bevollmächtigten, unverzüglich zu handeln. Ein solcher Auftrag sollte erteilt werden, wenn der Betreffende nicht vorab eine bestimmte Personenvollmacht erteilen möchte.

Der Betreffende hat im Zuge der Betreuungsanordnung die Gelegenheit, dem Betreuungsgericht eine besondere Betreuerin oder einen Betreuer zu unterbreiten. So können Sie z.B. Regeln für den Geltungsbereich von Wiederbelebungs- und Lebenserhaltungsmaßnahmen, aber auch für das Umgangsrecht Ihrer Angehörigen aufstellen. So lange die Möglichkeiten bestehen, kann der Betreffende seine Bereitschaft, sich z.B. mit Lebensverlängerungsmaßnahmen zu befassen, aufzeichnen.

Auch bei der Festlegung von Therapien in einem Krankheitsstadium, in dem der Betroffene seinen eigenen Wunsch nicht mehr ausdrücken kann, sollte eine entsprechende Willensentscheidung mit Angehörigen und Patientenfreunden durchgesprochen werden.

Neue und in verhältnismäßig kurzen Zeiträumen entstehende Störungen des Bewusstseins (der Betreffende spricht nicht mehr an und spricht nicht mehr auf Berührung an). Außergewöhnlich rasche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens oder vorhandener Symptome (dies trifft insbesondere auf Patientinnen und Patienten mit einer vaskulären Demenz zu, die bereits einen oder mehrere, vielleicht gar unbemerkt einen Schlaganfall haben.

Im Vorhinein sollten die Erkrankten und ihre Angehörigen klären, was im Ernstfall zu tun ist. Patienten und ihre Angehörigen sollten im Voraus besprechen, ob sie im Fall eines lebensbedrohenden Notfalles eine intensive medizinische Versorgung (z.B. Beatmungen ) annehmen. In der Demenz führen Veränderungen im Hirn zu einer Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens, der Rede und der Fähigkeiten, jedoch ohne Bewusstseinsbeeinträchtigung.

Mit diesen Änderungen können Menschen mit Demenz ihre täglichen Pflichten und Bedürfnisse nicht mehr erfüllen. Demenz tritt in mehreren Phasen auf, in denen die Anzeichen der Krankheit immer schwerer werden. Frühe Anzeichen sollten ernst gemeint sein und die Patienten sollten einem Doktor vorgewiesen werden. Bis auf sehr seltene Ausnahmefälle ist Demenz nicht zu heilen.

In der Anfangs- und Mittelphase sind andere Arzneimittel hilfreich als in der Spätphase. Zahlreiche Arzneimittel zur Behandlung von Demenz haben lähmende Begleiterscheinungen. Die Demenzkranken sind zunächst auf psychologische und im Krankheitsverlauf vermehrt auf konkrete Hilfeleistungen angewiesen. Sie als Verwandter sollten sich nicht über die Pflege der betreffenden Person auslassen.

Wenn Sie selbst einen Angehörigen betreuen, halten Sie sich bitte an die 10 Basisregel.

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