Zuzahlung Arzneimittel

Arzneimittelzuschlag

In keinem Fall jedoch wird die Zuzahlung höher sein als der Preis des Medikaments. Zuzahlung ist eine Erfindung der Krankenkassen und der Politik. Die Eigenverantwortung des Patienten im Umgang mit Medikamenten soll erhöht werden. Der Betrag der Zuzahlung richtet sich nach dem Apothekenverkaufspreis des Produktes. Medikamente über den gesetzlichen Festbeträgen Viele verschreibungspflichtige Medikamente ohne Zuzahlung.

Beispiel für eine Zuzahlung

Kassenpatienten müssen bei der Übergabe in der Pharmazie eine Zuzahlung von bis zu zehn Cent für rezeptpflichtige Arzneimittel entrichten. Die Kosten für Arzneimittel trägt der Betroffene für weniger als fünf Cent selbst. Für Arzneimittel ab fünf Cent beläuft sich der Eigenbeitrag auf zehn vom Hundert des Kaufpreises, aber zumindest auf fünf und maximal zehn Cent.

Sind mehrere Arzneimittel auf einem Arzneimittel verordnet, muss die Zuzahlung für jedes Arzneimittel erfolgen. In Summe bezahlen die Versicherten der GKV einen Beitrag von mehr als zwei Mrd. EUR pro Jahr für verschriebene Arzneimittel. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel hingegen bezahlen die Patientinnen und Patienten immer selbst. Eine Medizin kostete 4,50 Euro: Die Patientin bezahlt den gesamten Betrag allein.

Eine Medizin kostete 10 Euro: Die Patientin bezahlt einen Beitrag von fünf Euros (Mindestzuschlag). Eine Medizin kostete 70 Euro: Die Patientin bezahlt einen Beitrag von sieben Euros (zehn Prozent). Eine Medizin kostete 1.500 Euro: Die Patientin bezahlt einen Beitrag von zehn Euros (höchste Zuzahlung). Von einer Zuzahlung sind in der Regel Minderjährige unter 18 Jahren ausgenommen.

Gleiches trifft auf nicht verordnete Arzneimittel für Kleinkinder unter zwölf Jahren und für Heranwachsende mit Entwicklungsproblemen zu. Wenn Sie an einer ernsten Krankheit leiden und nicht rezeptfreie Arzneimittel und natürliche Heilmittel für die Standard-Therapie benötigen, erhalten Sie diese Arzneimittel auf Rechnung der Krankenkassen. Bei vielen Patientinnen und Patienten herrscht Unsicherheit über die zusätzliche Bezahlung von Medikamenten in der Pharmazie.

Image vergrössern Viele Patientinnen und Patienten sind über die zusätzliche Bezahlung von Medikamenten in der Pharmazie verunsichert. Arzneimittel können unter gewissen Bedingungen vollständig von der Zuzahlung ausgenommen werden. Ziel ist es, einen Anstoß für Mediziner und Patientinnen zu schaffen, ein preiswerteres Medikament mit einer vergleichbaren Zusammenstellung und Wirksamkeit (Generikum) zu wählen.

Voraussetzung für die Freistellung von der Zuzahlung ist, dass die entsprechende Zubereitung für diese Gruppe von Wirkstoffen mind. 30 vom Hundert unter dem festgelegten Betrag liegt. Dies gilt für rund 3.800 Arzneimittel auf dem heimischen Arzneimittelmarkt (Stand: Juni 2017). Die Anzahl der zuzahlungsfreien Arzneimittel ist in den letzten Jahren jedoch um rund 50 % gesunken, da die Krankenversicherungen für eine Vielzahl von Medikamentengruppen günstigere Referenzpreise vereinbart haben.

Die Krankenkassen können mit den Herstellern von Arzneimitteln für besonders oft verschriebene Arzneimittel Preisnachlässe vereinbaren und die Ersparnisse durch Reduzierung der Zuzahlungen ganz oder zumindest zur Hälfte an ihre Versicherungsnehmer abführen. Sie müssen also das vom behandelnden Arzt verschriebene Arzneimittel gegen ein gleichwertiges Arzneimittel des Hersteller eintauschen, mit dem die Krankenkassen des Krankenversicherten einen Preisnachlass vereinbart haben - es sei denn, der behandelnde Arzt schliesst den Umtausch aus.

Dazu muss er das Eingabefeld "aut idem" (lateinisch für "oder gleich") auf dem Formular ausstreichen. Die Patientin bekommt dann exakt das vorgeschriebene Mittel und muss die gewohnte Zuzahlung zahlen. Aber nicht nur die älteren Patientinnen und Patienten haben den Überblick über ihre Arzneimittel durch einen regelmäßigen Austausch der gelieferten Produkte verloren. Wer viele unterschiedliche Arzneimittel zu sich nehmen muss, wird dadurch belasten.

Auch wenn der aktive Inhaltsstoff und die Dosis gleich sind, können manche Patientinnen und Patienten manche ersetzten Zubereitungen nicht tolerieren, weil sie andere Inhaltsstoffe haben. Der Patient sollte in diesem Falle seinen behandelnden Arzt über das Leiden informieren, damit er die aut-idem-Regel auf dem Arzneimittel außer Kraft setzt. Dann zahlt er jedoch den gesamten Apotheken-Verkaufspreis (Listenpreis) und erhält nur den Rabatt-Preis, höchstens den jeweiligen Pauschalbetrag - abzüglich etwaiger Zuzahlungen und einer administrativen Pauschale der Krankenversicherung.

Zur Linderung der finanziellen Not hat der gesetzliche Rahmen eine Obergrenze von zwei Prozentpunkten des Bruttoverdienstes festgesetzt. Der Grenzwert für Chroniker beträgt ein Prozentpunkt. Dabei werden alle Selbstbehalte für Arzneimittel, medizinische und medizinische Hilfsgüter und Krankenhausanteile aufaddiert. Wird das Limit im aktuellen Jahr überschritten, erteilt die Krankenversicherung eine Bestätigung, die den Versicherungsnehmer für den weiteren Jahresverlauf von allen zusätzlichen Zahlungen ausnimmt.

Erfassen Sie Quittungen über alle geleisteten Zahlungen - Ihre eigenen und die Ihrer Verwandten, die wir berücksichtigen. Kalkulieren Sie Ihr persönliches Limit von zwei oder einem Prozentpunkt des jährlichen Bruttoeinkommens abzüglich Zulagen. Wenn Sie die Beitragsbemessungsgrenze überschritten haben, können Sie bei Ihrer Krankenversicherung gegen Vorweisung Ihres Einkommensnachweises und der Originalbelege eine Freistellung für das aktuelle Jahr einfordern.

Auch wer in der gleichen Filiale kauft, kann sich dort ein Debitorenkonto erstellen und sich die Sammelrechnung zur Präsentation bei der Krankenversicherung drucken lassen. Rund 15 vom Hundert der fertigen Medikamente, rund 5.000 Zubereitungen, werden zu einem über dem Festpreis liegenden Betrag verkauft. Verordnet ein Mediziner ein solches Arzneimittel, ist er dazu angehalten, seinen Patient darüber zu informieren, dass er die Differenz neben der üblichen Zuzahlung aus eigener Kraft zahlen muss und welche erstattungsfreien Varianten zur Verfügung stehen.

Wie bei privaten Selbstbeteiligungen für Zahnprothesen oder individuellen Gesundheitsdienstleistungen (IGeL) können keine zusätzlichen Zahlungen auf eine Freistellung von der Selbstbeteiligungspflicht aufgrund von Sonderbelastungen anrechenbar sein.

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