Zuzahlung für Krankenhausaufenthalt

Zuschlag für Krankenhausaufenthalt

Sie müssen keine Zuzahlung für Medikamente und Heilmittel sowie für den Krankenhausaufenthalt leisten. Gesundheitsreform unter Kohl - eine Reihe von Leistungseinschränkungen Die Parteipolitik der CDU CSU FDP SPD GRÜN in Wechselkoalitionen der Landesregierungen Kohl, Schröder, Merkel versucht seit rund 30 Jahren, die Ausgaben für die GKV zu drosseln. In erster Linie sollten die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern an die Krankenversicherungen gezahlten Beträge so gering wie möglich sein, um die Lohnkosten der Betriebe zu drosseln.


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Auch für die kommenden Jahre haben sich die Beteiligten diese Aufgaben auferlegt. "Gesundheitspraemie ", um die GKV zu zerschlagen. Krankenhauskostendämpfungsgesetz. Zudem wurden - wie in nahezu allen späteren Reformgesetzen der GKV - vor allem die Sozialleistungen der Krankenkassen reduziert und die Eigenbeteiligung der Patientinnen und Patienten gesteigert. Erstmalig wurde mit der Verabschiedung von "Zuzahlungen" und "Eigenleistungen" das Konzept der gleichberechtigten Kassenfinanzierung - ein Eckpfeiler des Wohlfahrtsstaates - durchbrochen.

Zu diesen Aufwendungen, die zu den Beiträgen der versicherten Person hinzukommen, leisten die Unternehmer keinen Beitrag. Durch die hohe Selbstbeteiligung an der Zahnbehandlung wird die für den Patienten vorteilhafteste Finanzierungsmöglichkeit durch das Versicherungskonzept nicht ermöglicht. Eigenverantwortlichkeit und Kostenverantwortlichkeit können durch hinreichende Transparenz (Zugang zu allen personenbezogenen Gesundheitsdaten und Information darüber, was zu welchen Preisen für die aktuelle Therapie in Rechnung gestellt wird) wesentlich besser gefördert werden.

Die Gesundheitskosten sind sicherlich von Jahr zu Jahr angestiegen, aber auch die Preisentwicklung und die Wirtschaftsleistung. Selbst die vermeintlich plausiblen und mehrfach wiederholt geäußerten Aussagen, sowohl die steigende Überalterung der Bevölkerung als auch der medizinisch-technische Wandel würden die Gesundheitskosten massiv in die Höhe schnellen lassen, können einer Kritik nicht standhalten.

Der Grund für die gestiegenen Beiträge liegt weniger auf der Ausgabenseite als auf der Einnahmenseite. Zur problematischen Einkommenssituation der Krankenkassen haben auch die Maßnahmen der vergangenen Dekaden beigetragen - wachsende Arbeitslosenzahlen, stagnierende Lohnniveaus und wachsende prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit niedrigen Löhnen. Signifikante Kostensenkungen bei Pharmazeutika und reduzierte Kosten im Krankenhaus waren bisher hervorragende Ergebnis.

Nachfolgend werden die für die Versicherten wesentlichen Änderungen (ohne Vollständigkeitsanspruch ) erörtert. Die Zuzahlung von 1,50 DEM pro Rezept (Medikamente und Verbände) wird auf 2,00 DEM erhoeht. Einführung einer Selbstbehaltungspflicht für Krankenhausbehandlungen von 5 DEM pro Tag für höchstens 14 Tage pro Jahr. Für Behandlungen in der Kranken- und Pensionsversicherung wird eine Zuzahlung von 10 DEM pro Tag erhoben - für höchstens 30 Tage pro Jahr.

Nachtrag aus Meilensteinen der Krankenpolitik vgl. 1982 zum "Budgetbegleitgesetz 1983" Hier heißt es: "Die Vorsorgeeinrichtungen müssen keine vollen Beitragszahlungen an die Krankenkassen für Pensionäre leisten", was bedeutet: Erstmals ab 1983 müssen die Pensionäre Beitragszahlungen an die Krankenkassen leisten, die übrigen 50% tragen nach wie vor die Pensionsversicherung. Einbeziehung des Kilogramms in die Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht (die Hälfte des Beitrags wird vom Erkrankten und der Kasse getragen).

Durch die Gesundheitsreform "GRG" unter Norbert Blüm (CDU) wurde die Krankenkasse aus dem zweiten Heft der Reichsversicherungsverordnung (RVO) ab dem 5. SGB V in das Fünfte SGB V aufgenommen. Einführen einer " negativen Liste " für unwirtschaftliche Arzneimittel. Hinzu kommen zahlreiche Erhöhungen von Gebühren und Zuzahlungen: Zuschlag jetzt auch für Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl oder Pflegebett), die über einem Richtwert sind.

Für Arzneimittel, für die kein fester Betrag festgesetzt wurde, wird eine Verordnungsgebühr von vier DM pro Arzneimittel erhoben. Die Arzneimittelvergütung erhöht sich von 2 auf 3 DM pro Arzneimittel ohne festen Betrag. Die Zuzahlung ist bei Medikamenten, die zu einem festen Betrag verkauft werden, in der Regel nicht mehr erwünscht. Verdoppelung der Zuzahlung für den Krankenhausaufenthalt auf zehn DM/Tag bis zu einem Maximum von 14 Tagen pro Jahr (ab 1991).

Begrenzung des Förderbetrags für Kurbehandlungen (ambulante Behandlung) auf max. 15 DM pro Tag (bisher: 25 DM). Einführung der Härtefallregelungen zur Abmilderung der gesellschaftlichen Auswirkungen von Selbstbeteiligungen. Es gibt keine zusätzlichen Zahlungen bei niedrigem Gehalt. Kürzung des Sterbegeldes von 4000 auf max. 2.100 DM. Die Sterbegelder gelten ab 1989 nicht mehr für Neuversicherte. Fahrkosten für stationäre Behandlungen oder Rettungseinsätze; Eigenanteil von 5 auf 20 DM erhoeht.

Krankenversicherungsgesetz 1993 - GSG (Gesetz zur Sicherstellung und Verbesserung der Struktur der GKV ) Auch bekannt als "Lahnstein-Kompromiss" zwischen Seehofer (CSU) und Dr. med. Dreßler/SPD. Die Krankenscheine werden durch die Krankenversichertenkarte abgelöst. Seit 1997 Wahlfreiheit der Krankenkassen, sonst Zusatzkosten für alle Versicherten: Zuzahlung für alle Medikamente (auch mit Festbetrag): 3, 5 oder 7 DEM bei Arzneimittelpreisen bis 30, 50 und über 50 DEM.

Ab 1994 Zuzahlung nach Paketgröße. Erhöht die Zuzahlung für Krankenhausaufenthalte und Kuraufenthalte auf 11 DEM pro Tag (Ost: 8 DEM) für max. 14 Tage. Kieferorthopädische Dienstleistungen für den Erwachsenen, "medizinisch unnötiger" Prothesen ersatz und komplexe Prothesenformen werden aus dem Leistungsangebot der GKV herausgenommen. Keine Erstattung von Impfungen bei Langstreckenreisen. Freiwillig versichert bezahlen Pensionäre den gesamten Krankenversicherungsbeitrag auf Renten- und andere Einkünfte (z.B. Mieteinnahmen).

20-prozentige Senkung des Krankenversicherungsbeitrags der Bundesagentur für Arbeit für alle Arbeitslose durch Senkung der Beitragsbemessungsgrundlage auf 80 prozentige Höhe des Grundgehalts - jährliche Einkommensverluste von rund sechs Mrd. DM für die GKV. Die Koalition unter Kohl hat im Zuge des "Programms für Wirtschaft und Beschäftigung" 1996 das Spendenentlastungsgesetz verabschiedet.

Die Krankentagegelder werden von 90% des Bruttoentgelts auf nur noch 80% reduziert. Zahnprothesen leistungen für nach dem 31.12.1978 geborene Menschen werden (fast) eingestellt. Der Selbstbehalt an Heilmethoden nimmt zu; diese werden durch den Abschlag von Ferientagen "gegenfinanziert". Der Krankenkassengesetzgeber war zum Stichtag des Inkrafttretens des GKV-Neuordnungsgesetzes (2. Juli 1997) zur Senkung der Beiträge um 0,4 %-Punkte von 20 auf 25 DM gezwungen.

Die Zuzahlung für Medikamente erhöht sich auf 9, 11 bzw. 13 DM. Der Krankenhausbeitrag erhöht sich auf 17 (West) und 14 (Ost) DM pro Tag (bisher: zwölf/neun Mark). Für einige Hilfen (z.B. Strümpfe, Einlegesohlen, Bandagen) wird eine Zuzahlung von 20 Prozentpunkten erhoben. Die Zuzahlungen sollen alle zwei Jahre an die Durchschnittslohnentwicklung zum 1. Juli 1999 angepaßt werden - "Krankenhaus-Notopfer" von je 20 DM in den Jahren 1997 bis 1999 zur Krankenhausfinanzierung.

Verlängerung des Sonderkündigungsrechts für Versicherte. Zusatzuntersuchungen für die frühzeitige Erkennung von körperlichen oder geistigen Gefahren. Zahnärzte und Spitäler müssen die Patientinnen und Patienten über die anfallenden Behandlungskosten unterrichten.

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